Doppeltuner-Receiver

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Unkomplizierter Anschluss von mehreren Antennen

Festplattenreceiver haben einen Doppeltuner eingebaut, der für erhöhten Bedienungskomfort sorgen soll. Er erlaubt das Aufzeichnen einer Sendung, während man gleichzeitig uneingeschränkt ein anderes Programm aus allen empfangbaren Kanälen auswählen und ansehen kann.

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Anschlussvarianten

Der Doppeltuner lässt sich auf drei Arten betreiben.
Möglichkeit A: Häufig führt nur eine Antennenleitung zum Receiver. Sie ist an den ersten Tuner angeschlossen. Tuner Nummer 2 wird dabei mit einer sogenannten Koaxbrücke mit dem Durchschleifausgang des ersten Tuners verbunden. Auf diese Weise lässt sich der zweite Tuner zumindest eingeschränkt nutzen, indem er alle Kanäle desselben Frequenzbereichs und die Polarisationsebene bereitstellt, die bereits mit Tuner 1 empfangen werden.
Möglichkeit B: Die Standardanwendung eines Doppeltuners geht davon aus, dass von einer Schüssel zwei getrennte Leitungen von einem Twin-LNB zu beiden Tuner- Eingängen führen. Damit hat Tuner 2 den uneingeschränkten Zugang zu allen Sat-Kanälen, während mit Tuner 1 gerade ein Programm aufgezeichnet wird.
Möglichkeit C: Zweisatellitenempfang ist nur mit zwei voneinander vollkommen unabhängigen Antennen möglich. In den Menüeinstellungen ist dafür „getrennte Signale“ zu wählen. In der Senderliste werden bei verschiedenen Receivern die über den ersten Tuner empfangenen Programme mit einem Index „T1“ und jene, die von Tuner 2 kommen, mit „T2“ versehen.

Workshop Antennenanschluss

Antennenkonfiguration

Lediglich zwei fix auf einen Satelliten ausgerichtete Schüsseln über beide Tuner-Eingänge zu verwalten, wäre eine ziemlich langweilige Angelegenheit. Außerdem ließe sich dies schon mit der DiSEqC-Grundfunktion über nur einen Antenneneingang bewerkstelligen. Tatsächlich können an beiden Tunern alle Arten von Sat-Schüsseln angeschlossen werden, beispielsweise einfache Single-LNB-Schüsseln oder Multifeed-Antennen mit bis zu vier per DiSEqC 1.0 ansteuerbaren LNBs. Die Palette reicht aber auch über große Multifeed-Anlagen mit maximal 64 LNBs, die mit DiSEqC 1.1 verwaltet werden, bis zur DiSEqC-Drehanlage, wofür DiSEqC 1.2 oder USALS bereitstehen. Viele Doppeltuner-Receiver lassen beliebige Kombinationen zu. Eine Single-Antenne kann so gemeinsam mit einer großen Multifeed-Anlage betrieben werden. Oder sollen es zwei Multifeed-Spiegel sein? Selbstverständlich können daneben bis zu zwei vollkommen unabhängig voneinander arbeitende DiSEqC-Drehanlagen angesteuert werden.

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