Neuer Bond nicht im Kino? Gerüchte um Netflix

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Der Kinostart von „Keine Zeit zu Sterben“ hat sich erneut verschoben – und die Entwicklung der Corona-Pandemie lässt kaum auf eine entspanntere Lage für die Lichtspielhäuser hoffen. Kommt der Agentenfilm nun direkt zu einem Streamingdienst?

Mit „Dune“ und dem neuen Bond-Film haben sich zwei der größten Kino-Hoffnungen des letzten Jahresquartals aus den Spielplänen verabschiedet und sind teils weiträumig verschoben worden. Nun gibt es bereits Spekulationen, die auf eine direkte Streaming-Veröffentlichung des sündhaft teuren Agentstreifens mit Daniel Craig hindeuten.

Für die krisengebeutelte Kinobranche kommen derartige Pläne einer Hiobsbotschaft gleich: Mit „Mulan“ entschied sich bereits Entertainment-Gigant Disney für eine direkte Veröffentlichung eines großen Kinofilms auf der hauseigenen Streamingplattform Disney+ – sollte diese Praxis Schule machen, fehlen den angezählten Lichtspielhäusern künftig die Blockbuster und somit auch ein wesentlicher Teil der bitter benötigten Einnahmen.

Laut „Bild“-Informationen hat das Buhlen um das neuste Abenteuer des Doppelnull-Agenten James Bond längst begonnen und somit heizen sich die Spekulationen um ein Novum in der jahrzehntelangen Kinogeschichte des Kultformats an: Wird „Keine Zeit zu Sterben“ der erste Bond, der es nicht ins Kino schafft?

Mit Sicherheit kann wohl bislang nur gesagt werden, dass sich die Studios bei derartig kostspieligen Produktionen in einer Zwickmühle befinden: Für Prestige-Blockbuster wie den neuen Bond wäre ein mäßiges Einspielergebnis an den Kinokassen eine Katastrophe mit möglichen Verlusten im mehrstelligen Millionenbereich – nun sind die in der Corona-Pandemie prosperierenden Streamingdienste im Ringen um den immer härter umkämpften Markt vielleicht bereit, ausreichend große Summen für ein Filetstück wie „Keine Zeit zu Sterben“ hinzublättern.

Ob es tatsächlich dazu kommt, ist derzeit noch nicht klar – so bleibt im Interesse der angeschlagenen Kinobranche zu hoffen, dass sich finanzkräftige Platzhirsche der Streaming-Branche nicht in einen Bieterkampf steigern, der dazu führt, dass große Kino-Action bald hauptsächlich direkt auf dem Smartphone angeschaut wird.

51 Kommentare im Forum

  1. Im gesamten DF-Artikel kommt "Netflix" nur 1x vor und das in der Artikelüberschrift. Auch andere Medien nutzen Netflix für ihr Clickbait. Apple soll auch Interesse gehabt haben oder haben was aber im DF-Artikel nicht erwähnt wird. Hier mal ein Artikel vom 23.10.2020: "James Bond" exklusiv bei Netflix? Streamingdienste bieten angeblich Riesensumme für "Keine Zeit zu sterben"
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