19 neue Radio-Sender über DAB+ im Kabel-Netz von M-net

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Bayerns führender Glasfaseranbieter M-net erweitert sein Radio-Programmangebot und verdoppelt die Anzahl der Sender, die via DAB+-Standard ins Kabelnetz eingespeist werden.

Statt bislang 16 können nun 35 Radio-Sender über die moderne UKW-Nachfolgetechnologie DAB+ in bester Qualität empfangen werden. Davon profitieren rund 76.500 Haushalte in München, Augsburg und Nürnberg/Erlangen, die für den klassischen Kabelempfang in ihrem Haus an das Glasfasernetz von M-net angebunden sind.

Bislang waren 16 DAB+ Sender im Kabelnetz von M-net verfügbar

Über sein Glasfasernetz bietet M-net nicht nur Internet-, Telefon- und IPTV-Anschlüsse für Privat- und Geschäftskunden an, sondern versorgt Kunden der Wohnungswirtschaft auch mit einem Kabelsignal für den klassischen Radio- und TV-Empfang über den Koax-Kabelanschluss.

Digitalradio-Integration startete 2019, nun folgt der Ausbau

2019 feierte M-net eine Premiere im deutschen Kabelmarkt und speiste als erster Anbieter in Deutschland 16 private und öffentlich-rechtliche Radioprogramm im digitalen DAB+ Standard in sein Münchner Kabelnetz ein (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Die Anzahl der DAB+-Sender, die über die herkömmlichen Kabeldosen in der Wohnung empfangen werden können, hat M-net nun um 19 Programme erweitert, darunter vor allem bayerische Lokalradiosender. Darüber hinaus versorgt M-net auch Kunden in seinen Augsburger und Nürnberger Kabelnetzen mit dem DAB+-Signal.

Insgesamt profitieren davon rund 76.500 Kabelhaushalte, darunter 66.000 Haushalte in München, 7.500 in Augsburg sowie 3.000 in Nürnberg und Erlangen.

Lesen Sie bei Interesse ebenfalls die Januar-Überblick der Sender-Aufschaltungen und Frequenzwechsel im DAB+-Netz.

Quelle: M-net

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45 Kommentare im Forum

  1. Ich musste ganz schön suchen, bis ich die Liste fand. Sie versteckt sich im Webangebot für die Wohnungswirtschaft - Normalkunden bekommen sie ebenso wenig zu sehen wie klassische DVB-C-Belegungslisten. Aktiv an Privatkundenv ermarktet wird da offenbar nur IPTV auf eigener Plattform. https://www.m-net.de/fileadmin/Service/Downloads/WoWi/230127_MNET_WoWi_Senderliste-A4_DAB__2301.pdf Zum Vergleich: das ist das DVB-Radioabgebot https://www.m-net.de/fileadmin/Service/Downloads/WoWi/M-net_Senderliste_Muenchen_01.pdf Über DVB-C fehlen offenbar 106.4 TOP FM, Radio BAMBERG, Bayern 2 Nord, BR Verkehr, Digital Classix, Radio Eins Coburg, Euroherz, Extra-Radio Hof, Radio KULMBACH P-BURG, MAINWELLE, MKR-Kirchenradio, RADIO GALAXY, RADIO MUENCHEN, RADIO TEDDY - also letztlich der ganze Regional- und Kleinkram, den die MNet offenbar direkt via DAB-Playout beim BR erhält (mir war so, als hätte es da zumindest eine Kooperation gegeben). Der Anschluss eines billigen DAB-Radio an die Kabeldose verursacht ein Kabelleck, weil die Verbindung Antennenbuchse-DAB-Modul oft ungeschirmt ist. Über Bitraten schweigt man sich aus, bei 17 bzw. 18 Programmen je Mux blieben bei Gleichverteilung nur 48 CU je Programm, daraus kann man maximal (niedrigster Fehlerschutz EEP 4-B oder zweitniedrigster Fehlerschutz EEP 4-A) 96 kBit/s Subchannel Size machen, also maximal ca. 84 kBit/s Audio, wenn man die Slideshow weglässt. Hat irgendein Programm mehr (BR Klassik?), muss ein anderes weniger haben. Ganz ehrlich: mehr als Diktiergerätequalität kommt da nicht bei rum. Ist halt nur komfortabel, wenn der im ohnehin unter dem TV stehenden AVR integrierte DAB+-Empfänger Signal bekommt. Über die Wurfantenne kommt aber mit etwas Glück in München mehr...
  2. Das Ganze verstehe ich nicht. Es hat doch nur Nachteile, wenn ein Teil der Radiosender in DVB und ein Teil in DAB eingespeist wird - benötigt man zwei Receiver für den Empfang aller Sender.
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