Das Start-Programm von ARD Kultur: Von Bokelberg bis Küblböck

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2007
ARD Kultur Chefs
Bettina Kasten (l.) steuert den Bereich Partner- und Projektmanagement und Kristian Costa-Zahn (r:) ist Head of Content bei ARD Kultur © ARD Kultur/Guido Werner
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Am morgigen 26. Oktober startet ARD Kultur (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Das gemeinschaftliche digitale Kulturangebot der ARD. Zum Launch werden erste Produktionen veröffentlicht – von Fashion-Serie, True-Crime-Podcast bis Kunst im Metaverse ist alles dabei. Hier eine Auswahl von Eigen- oder Ko-Produktionen von ARD Kultur zum Launch:

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Beyond Fashion„: Mit Avi Jakobs als Hostin wird Fashion als Kulturform erzählt. Die Produktion taucht ein in die individuelle Welt der Menschen, für die Fashion ein Lebensgefühl und ein Weg ist, ihre Identität gemeinsam mit ihrer Community zu definieren und auszudrücken. Kein purer Klamottenkonsum, sondern ein Ausdruck von Haltung, Wertschätzung von Ressourcen und Zugehörigkeit. Inhaltlich geht es in den Folgen um Themen wie Gender-Identität, Rassismus und Nachhaltigkeit.
(4 Folgen á 30 Minuten, ARD Kultur, Produktionsfirma: Vice)

Lesen Sie bei Interesse ebenfalls den DIGITAL FERNSEHEN-Artikel vom Vortag: „ARD Kultur – als Beta-Version schon verfügbar“

Szene Report“ ist ein innovatives Edutainment-Format, das als Mockumentary Comedy-Serie über Subkulturen der letzten 30 Jahre in Deutschland konzipiert ist. Sie orientiert sich an Kult-Dokus und Milieustudien der 90er- und 2000er-Jahre und hat den Anspruch, mit verblüffend authentischen Reportagen den Charme der jüngeren Vergangenheit zu reproduzieren und auf humorvolle Weise Subkulturen vorzustellen. Prominente Gesichter tauchen in verschiedenen Rollen auf, unter anderem El Hotzo, Aligatoah oder Rocko Schamoni.
(3 Folgen á 20 Minuten, ARD Kultur, Produktionsfirma: sendefähig)

Startprogramm erstreckt sich von True-Crime bis Comedy mit Rocko Schamoni

Melody of Crime„: In diesem True-Crime-Podcast geht es um große Kriminalfälle im Kulturbereich. Kriminalpsychologin Lydia Benecke und Musikproduzent Mousse T. sprechen über bekannte Fälle prominenter Menschen aus den verschiedensten Kulturfeldern, mal sind sie Täter:innen, mal sind sie Opfer. Mit ihrer gesammelten Expertise nehmen die beiden Hosts die Zuhörenden mit in die jeweilige Welt. In der Pilotfolge geht es um den Fall R. Kelly.
(6 Folgen á 45-60 Minuten, ARD Kultur, Produktionsfirma: CAA, OMR Podcasts)

Pixelparty„: Laura Kampf und Nilz Bokelberg nehmen die Zuschauer mit in die schöne neue digitale Kultur-Welt – mal ganz traditionell als Menschen, dann aber auch als ihre eigenen Avatare im und durch das Metaverse. Ob Augmented Reality, Virtual Reality, Künstliche Intelligenzen oder NFTs – Pixelparty spürt die Trends und Phänomene der neuen digitalen Kulturen auf, macht sie sinnlich erlebbar und erklärt unterhaltsam.
(4 Folgen á 25 Minuten, ARD Kultur, Produktionsfirma: Rosy DX)

Letzte Beute„: Dieses Rollenspiel verbindet auf spannende und unterhaltsame Weise verschiedene Kulturbereiche wie Gaming, Theater und Literatur miteinander: Die Zuschauer sind bei der Entwicklung des Spiels und der Geschichte nah dabei und erleben, wie die Thriller-Autorin Judith Merchant im Writers Room gemeinsam mit dem Spielleiter Uke Bosse die Geschichte entwickelt. Sieben bekannte Schauspieler:innen (Daniel Donskoy, Nina Kronjäger, Rauand Taleb, Ivo Kortlang, Cristina Do Rego, Katjana Gerz, Frederic Böhle) spielen in diesem Thriller jeder für sich allein und können doch Allianzen schmieden. Der Würfel entscheidet über das Vorgehen der Protagonist:innen und nicht alle werden überleben.
(6 Folgen á 50 Minuten, ARD Kultur, Produktionsfirma: Rocketbeans)

Call me DJ!“ erzählt die Geschichten von bekannten, weiblichen DJs. Von den schönen und weniger schönen Seiten des Lebens auf Tour, von Schlafmangel und Heimweh, von Rampenlicht und Einsamkeit, von Kreativität und Exzess. Weibliche DJs haben in der elektronischen Musikszene eine andere Ausgangslage als ihre männlichen Pendants, eine andere Perspektive und andere Geschichten. Und genau diese Geschichten werden zu wenig erzählt.
(5 Folgen á 20 Minuten, ARD Kultur, Produktionsfirma: Load Studios)

Aus dem Ideenwettbewerb ARD Kultur Creators:

Offline„: Eine Langzeitdokumentation über ukrainische und russische Models/Influencer in Berlin. Regisseur und Fotograf Mehran Djojan begleitet seine Protagonist/innen seit drei Jahren mit einem Kamerateam. Er besucht mit ihnen Shootings und reist mit ihnen in ihre Heimat nach Kiew und nach Tscheljabinsk in Russland. Der Film zeigt auch, was es heißt, mit der Ungewissheit und der Angst zu leben – befristete Mietverhältnisse, Sorge um Visa-Verlängerungen und am Ende der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. (3 Folgen à 30 Minuten, ARD Kultur/RBB, Produktionsfirma: Weltrecorder)

Ich sehe was, was du nicht siehst Wenn Kunst auf Comedy trifft!„: Ein Infotainment-Format von Jakob Schwerdtfeger. Das Format eröffnet neue Perspektiven, indem Prominente humorvoll moderiert ihre Sichtweisen auf Kunst schildern, und schafft so einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst. (3 Folgen á 15 Minuten, ARD Kultur/HR, Produktionsfirma: Bilderfest)

Lana Kaiser„: Ein experimenteller Kurzfilm des Münchner Künstlers Philipp Gufler und ein persönliches Porträt der Sängerin und Entertainerin Lana Kaiser, die unter dem Namen Daniel Küblböck geboren wurde und im Jahr 2018 bei einer Kreuzfahrt verschwand. Im Gespräch mit der Aktivistin Hana Corrales erzählt Philipp Gufler von der Entstehung des Projekts. (Kurzfilm à 13 Minuten + ca 15minütiges Interview, ARD Kultur/BR)

Über Lebenskunst„: Im Podcast spricht Dreampop-Artist Manu Meta mit Künstler/innen über die Geschichte hinter ihrer Kunst. Welche Schicksalsschläge und einschneidenden Erlebnisse beeinflussen sie in ihrer Arbeit? Wie werden diese Ereignisse in ihrer Kunst sichtbar? Und was können alle von den Geschichten hinter der Kunst lernen? (Podcast 6x20min, ARD Kultur/SR)

Quelle: ARD

Hinweis: Dieser Artikel wurde in leicht abgeänderter Version erstmals am 25. September veröffentlicht und um neue Infos ergänzt.

Bildquelle:

  • df-ard-kultur-chefs: ARD
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58 Kommentare im Forum

  1. Den ÖRR sollte es verboten werden, mit Zwangsgebührengeldern Inhalte zu produzieren, die ausschließlich online verfügbar sind. Edit: Schreibfehler korrigiert
  2. Das ist doch genau der Blödsinn. Diese Online-Geschichten sind viel teurer in der Verbreitung als Broadcast. Und warum braucht es ein neues Angebot? Kommen sie bisher nicht ihrem gesetzlichen Auftrag nach?
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