DAZN setzt zum Großangriff in England an

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Sportstreaminganbieter DAZN wetzt die Messer: Wenn die TV-Rechte an der Premier League demnächst wieder auf den Markt kommen, will man ein Stück vom Kuchen abbekommen, so Vizechef James Rushton gegenüber Reuters.

Rushton, der in seiner Funktion bei DAZN seit Januar im Amt ist, bestätigte, dass „sobald die Rechte auf den Markt kommen, wir uns das anschauen werden“. Was sich zunächst zurückhaltend anhört, bedeutet nicht weniger, als dass die Rechteinhaber von Sky, über BT bis Amazon sich warm anziehen sollten.

Die Vergabe der Übertragunsrechte an der Premier League im einheimischen Markt dürfte in Kürze Fahrt aufnehmen. Die bestehenden TV-Verträge gelten nur noch 15 Monate. Auch die Auslandsrechte, die Sky Deutschland DAZN beim letzten Mal abluchste (DIGITAL FERNSEHEN berichtete), kommen parallel auf den Markt. Den FA Cup zeigt man hierzulande derweil bereits jetzt.

Auslands- als auch Inlands-Rechte sind natürlich für einen Anbieter wie DAZN attraktiv. Wenn auch der Einstieg in den britischen (Fußball-TV-Rechte-)Markt für den Sportstreaminganbieter Neuland darstellen würde. Rushton scheut davor aber nicht zurück: „Unsere globale Plattform ermöglicht es uns, flexibel zu sein und relativ schnell in neuen Märkten zu launchen und zu wachsen.“

In Italien konnte dies unlängst unter Beweis gestellt werden (DF-Bericht von Ende März). Erst 2018 expandierte man in den Fußballmarkt auf dem Stiefel. Bereits drei Jahre später ist man nun Haupt-Lizenznehmer der Serie A. Ein Modell, dass auch in England denkbar wäre. Hier hält beispielsweise Amazon aktuell ein kleines Paket mit 20 Premier-League-Partien. Auch wenn es für DAZN bestimmt gerne auch ein paar Spiele mehr sein dürften.

Laut Rashton prüfe DAZN darüber hinaus weitere TV-Rechte-Optionen in Spanien, Frankreich und Asien.

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73 Kommentare im Forum

  1. DAZN über Satellit für alle. Das wäre toll! Und sky ist für mich als Fußballfan überflüssig geworden. Ab nächster Saison die Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Dazu Serie A, La Liga und Ligue 1 und CL.
  2. Ich wundere mich nur, wo das ganze Geld herkommt. Mit den aktuellen Abo-Preisen sind die Rechte nicht ansatzweise zu refinanzieren. Und die treten ja inzwischen nicht mehr nur in Deutschland und Japan, sondern in vielen Ländern so auf. Wie soll sich das jemals rechnen?
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