Formel 1: Warum nur ein Free-TV-Partner für Sky?

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Sky Sport F1 Formel 1

Alle Welt rätselt vor dem kurz bevorstehenden Start der Formel-1-Saison 2023 über die Nachfolge von RTL als Free-TV-Partner von Sky, dabei muss der Pay-TV-Anbieter sich gar nicht an nur einen Sender binden.

Dass RTL sich zur Saison 2023 final aus der Formel 1-Partnerschaft mit Sky zurückgezogen hat, verwundert wenig. Schließlich hat man sich mit dem NFL-Rechteerwerb umorientiert und ist nach Medienberichten* auch aus dem Engagement bei der Rennserie ADAC-GT-Masters ausgestiegen. Was dort und mit der mittlerweile ebenfalls unter dem Dach des Allegemeinen Deutschen Automobil Clubs stattfindenden DTM passiert, steht auf einem anderen Blatt, wird an dieser Stelle aber ebenfalls in Kürze thematisiert.

Vertrackte Lage im Free-TV für Motosport-Fans

Zurück in der Königsklasse des Motorsports stellt sich kurz vorm Saisonbeginn der Formel 1 gleichermaßen die Frage nach dem Free-TV-Partner für Sky. Aber wer sagt denn eigentlich, dass die vertraglich zugesicherten vier frei empfangbaren Rennen bei nur einem Sender laufen müssen? Wie Sky DIGITAL FERNSEHEN gegenüber bereits im Herbst 2022 bestätigte, ist es ebenfalls denkbar, dass man Gebrauch von der Sky Sport App, oder einem Internet-Livestream auf skysport.de macht.

Sky könnte Formel 1 an mehrere Free-TV-Partner veräußern

Die beim Abwinken von RTL kolportierte, von Sky erhoffte Summe von rund 10 Millionen Euro auf der Einnahmenseite für die Free-TV-Lizenz der vier Formel-1-Rennen in 2023 bekommt man auf diese Weise höchstwahrscheinlich aber nicht zusammen. Daher könnte es auch eine Überlegung Wert sein, einzelne Rennen zu veräußern. Richtung Saisonende wird das Übertragungsrecht beispielsweise womöglich attraktiver als zu Beginn. Wenn die Formel-E-Saison 2023 Ende Juli vorüber ist, könnte zum Beispiel auch ProSiebenSat.1 frei gewordene Kapazitäten für eine Formel-1-Kooperation mit Sky nutzen. Bei der Bundesliga hat zum Beispiel schon einen ähnlichen, kleinen Sublizenz-Deal mit dem Pay-TV-Anbieter geschlossen.

Mick Schumacher
Mick Schumacher ist ab 2023 „nur noch“ Testfahrer, dafür aber beim Spitzenteam Mercedes angestellt. Foto: © TVNOW/RTL

Auch übliche Verdächtige wie Eurosport oder Sport1 könnten sich einzelne Grand Prix vielleicht eher vorstellen zu übertragen. Auf diese Weise könnte man auf der einen Seite sicherlich Aufmerksamkeit erregen und auf der anderen Seite zunächst einmal nur einen Testballon bezüglich eventueller weiterer Übertragungen steigen lassen. Denn eins ist klar: Auch in der kommenden Formel-1-Saison hat Sky das vertragliche Problem, vier Rennen im Free-TV (bzw. frei empfangbar) anbieten zu müssen. Diese Klausel erlischt nämlich erst ab 2025. Dass dabei nur ein Partner erlaubt sei, fand hingegen bislang noch keine Erwähnung.

Nur noch ein deutscher Fahrer

Leider ist Mick Schumacher nur Testfahrer bei Mercedes und auch sein Nachfolger beim Formel-1-Team Haas, Nico Hülkenberg, hat wenig Aussichten auf Erfolg. Auf die früher einmal stets reichlich vertretenen deutschen Fahrer kann Sky also beim Verkauf der Formel-1-Sublizenz diesmal nicht bauen.

*Quelle: Motorsport-Magazin

Bildquelle:

  • mickschumacher: TVNOW
  • sky-formel-eins: Sky Deutschland

63 Kommentare im Forum

  1. Klar, die 4 Sinnlosrennen die so schon kaum mehr wen interessierten dann live und parallel im ZDF, Servus TV, SAT1 und Sport 1. Jeder zahlt 10 Millionen Euro an Sky.
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