Seven.One und Welt über das Ende ihrer Zusammenarbeit

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Getrennte Wege: Ab 2023 will die Seven.One Entertainment Group alle Nachrichtensendungen selbst und nicht mehr von Welt von einer eigenen Nachrichtenredaktion produzieren lassen. Beide haben sich gegenüber DIGITAL FERNSEHEN zu dem Vertragsende geäußert.

Gestern wurde das Ende ihrer Kooperation bekannt. Seven One gab an, ab 2023 mit einer eigenen Redaktion die News-Formate von Sat.1, Kabel Eins und ProSieben im sogenannten „New Campus“ zu produzieren. Bisher war der Nachrichtensender Welt dafür verantwortlich.

Michael Ulich, stv. Vice President News, Sports, Factual & Fiction und Sprecher Kabel Eins, über die Gründe zur Beendigung der Kooperation mit Welt: „Wir haben eine strategische Grundsatzentscheidung getroffen. Dieser Schritt ist die konsequente Fortsetzung unserer Strategie, eigenen relevanten und lokalen Content zu produzieren, und reiht sich nahtlos ein in erfolgreiche Factual-Produktionen wie Thilo Mischkes Reportagen, die bei uns in Unterföhring eigenproduzierten Magazine ‚taff‘, ‚Galileo‘, ‚akte.‘, ‚Abenteuer Leben‘ oder ‚red‘ und die Corona-Spezial-Formate.“

Es gehe vor allem darum, eigenen Content produzieren zu können: „Die zentrale Inhouse-Nachrichtenredaktion ermöglicht uns völlig neue Möglichkeiten in der aktuellen Berichterstattung, vor allem in punkto Flexibilität und der crossmedialen Ausspielung über alle Plattformen“, so Ulich gegenüber DIGITAL FERNSEHEN.

Konflikt zwischen Welt und Seven.One?

Darüber hinaus stehe die Entscheidung in keinerlei Zusammenhang mit den derzeitigen News-Produzenten. „Es war und ist eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Welt-Kollegen, die einen hervorragenden Job machen.“, erklärt Ulich weiter. Einen Konflikt oder ähnliches scheint es also nicht gegeben zu haben.

Auch von Seiten der Welt stehe man mit der Seven.One Entertainment Group in einer sehr guten Geschäftsbeziehung. Nicht zuletzt durch die Produktion einer Sat.1-Sendung: „Wir produzieren für Seven.One Entertainment weiterhin das sehr erfolgreiche ‚Sat.1 Frühstückfernsehen'“, so Kristina Faßler, General Managerin im Bereich Marketing & Commercial Sales der Welt.

Zukunftsperspektiven

Lediglich der gemeinsame Vertrag laufe regulär am 31. Dezember 2022 aus und Seven.One Entertainment habe sich dazu entschieden, die News anschließend inhouse zu produzieren. Diese Entscheidung könne man bei Welt durchaus nachvollziehen: „Aktuelle Berichterstattung ist ein wichtiges und stark nachgefragtes Thema“, so Faßler.

Dieser lange Vorlauf sei wichtig, um den neuen Newsroom und das Studio in München aufzubauen. Und auch die Welt könne sich nun darauf einstellen. Laut Faßler sehe die Zukunft für Welt folgendermaßen aus: „Parallel wächst die Bedeutung von Live-Berichterstattung bei Axel Springer, bei Welt und Bild. Der Konzern investiert hier auch. Tatsächlich sehen wir gerade in der Live-Berichterstattung die Zukunft.“

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3 Kommentare im Forum

  1. Wenn man die Vergangenheit in die Zukunft projiziert, werden sie spätestens 2040 den gleichen Fehler nochmal machen.
  2. Pro sieben hat N24 aufgebaut und daraufhin seine Nachrichtenredaktion ausgelagert. SAT.1 hat mitgezogen. Aus N24 wurde WELT.
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