Boom der TV-Geräte vorbei, doch OLED bleibt der Gewinner

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Wohnzimmer Heimkino Lautsprecher
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Der Absatz von TV-Geräten hängt an vielen Variablen, nicht nur am Preis. Die Verkaufspreise sind zwar gestiegen, doch andere Gründe lassen den Markt einbrechen. OLED geht dennoch als Sieger vom Feld.

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Die Preis-Spanne von aktuellen Fernsehgeräten ist weit, je nach Hersteller, Bildschirmdiagonale und Ausstattung. Der Durchschnittspreis liegt bei 706 Euro und ist somit um etwa neun Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Preisanstieg ist aber bei weitem nicht der einzige Grund für den Umsatzrückgang von etwa zehn Prozent (1,6 Milliarden Euro).

TV-Verkaufszahlen und deren Bedingungen

Innerhalb der Pandemie verlagerten viele Menschen ihren Lebensmittelpunkt ins heimische Wohnzimmer. Um dort technisch gut ausgestattet zu sein, waren die Verkaufszahlen in den Jahren 2020 und 2021 laut gfu entsprechend hoch.

„Aufgrund der pandemie-bedingt sehr erfolgreichen Jahre 2020 und 2021 sind die Rückgänge im TV-Markt im ersten Halbjahr 2022 nicht überraschend.

Im zweiten Halbjahr zeigt sich der TV-Markt gewöhnlich stärker. Dies könnte in diesem Jahr noch von der Fußball-Weltmeisterschaft im November und Dezember unterstützt werden.“

Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der Branchenorganisation gfu Consumer & Home Electronics GmbH

Dass die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 2022 nicht mithalten können, dürfte daher nicht überraschen. Hoffnung gibt es dennoch für das Gesamtjahr: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar könnte ein Verkaufstreiber sein und den Jahresschnitt für die Hersteller aufhübschen. Auch abseits von Sport-Großveranstaltungen zeigen sich die Verkaufszahlen im zweiten Halbjahr eines jeden Jahres für gewöhnlich stärker.

OLED-TV bleiben die Sieger

Während der gesamte Markt der TV-Geräte spürbare einbüßen einstecken muss, halten sich OLED-Fernseher im Plus. Geräte, die mit dieser Display-Technologie ausgestattet sind, fuhren Umsätze in Höhe von 460 Millionen Euro ein. Dies entspricht einem Plus von 29 Prozent. Abgesetzt wurden 295.000 Stück (ein Plus von 13 Prozent).

Im Vorjahr lagen die Stückzahlen der OLEDs bei einem Plus von „lediglich“ 8 Prozent und die Umsätze bei einem Plus von 22 Prozent.

Geräte mit einer Bilddiagonale von 50 Zoll (127 Zentimeter) sind dabei die beliebtesten am Markt: Sie machten rund 55 Prozent der Stückzahlen aus, während sie etwa 73 Prozent des Umsatzes einfuhren.

Mehr zur neuen OLED-Modellreihe von Panasonic gibt es hier, zu LGs limitierter Star Wars-Sonderedition hier. Bei Amazon sind derweil aktuell mehrere LG-OLED-Modelle (teilweise bis zu 50 Prozent) reduziert:

Hinweis: Bei einigen Verlinkungen handelt es sich um Affiliate-Links. Dabei erhält DIGITAL FERNSEHEN mit einem Kauf über diesen Link eine kleine Provision. Auf den Preis hat das jedoch keinerlei Auswirkung.

Bildquelle:

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162 Kommentare im Forum

  1. Bis vor kurzem habe ich noch mit einem größeren OLED Fernseher geliebäugelt. Aber aufgrund der aktuellen Situation ist das alles erstmal hinfällig. Ich hoffe jetzt erstmal, dass ich die nächsten 2 Jahre wirtschaftlich einigermaßen unbeschadet überstehe. Da ich momentan 2 Fernseher besitze, werde ich in absehbarer Zeit auch keinen Neuen benötigen.
  2. Wenn der Boom vorbei ist, sollte man wieder 3D einbauen. Diesmal in 4K auf OLED Geräten. Bis dahin kommt man an einen Beamer in Sachen 3D Eventabende nicht vorbei.
  3. Der Boom bei 3D ist schon viel länger vorbei. Dann könnte man auch Downscaler für 576i einbauen, die 4k auf 576i runterrechnen für Nostalgiker.
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