DF-Hintergrundartikel: Fernseher der Zukunft – DVB-S2-Stream

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Die Online-Datenbank von DIGITALFERNSEHEN.de wird fortlaufend um neue Hintergrundartikel erweitert. In dieser Woche erfahren Sie mehr über geheime Satellitensignale und die Fernseher der Zukunft inklusive der K-Frage. Im Hörraum mussten sich zudem der Arcam D33 und der Pioneer N-50 beweisen.

Die K-Frage: Fernseher der Zukunft

 
Nein, hierbei dreht es sich nicht um den bevorstehenden Kanzleramtswettstreit, sondern um die Frage, wie groß zukünftige Fernseher sein sollten und wie viele Bildpunkte für das perfekte Bilderlebnis eigentlich vonnöten sind. Denn wenn es nach Samsung oder Sony geht, ist der aktuelle Standard Full HD schon wieder veraltet: Statt der geläufigen 2 Millionen Bildpunkte sollen es bald mehr als 8 Millionen werden.
 
Obwohl Sony am vehementesten das Thema der ultrahohen Auflösung (3840 × 2160 Pixel, kurz Ultra HD oder 4K genannt) vortrug, war es Samsung, die mit der kommenden S9-Serie die meiste Aufmerksamkeit auf sich zogen. Der Bildkoloss wird in gigantischen Größen von 85 bis 110 Zoll (mehr als 2 Meter Bilddiagonale) gefertigt und bringt knapp 100 Kilogramm auf die Waage.
 
Das Besondere neben der Technik ist das Design, das von manchem wenig schmeichelhaft als Schultafel bezeichnet wurde. Samsung ist es gelungen, durch die geschickte Rahmenkonstruktion eine maximale Stabilität zu gewährleisten und das gigantische Display fast schwerelos erscheinen zu lassen. Zudem begeht Samsung nicht den Fehler, bei den Details zu patzen: Die Kabelzuführung klappt bei diesem Fernseher unsichtbar, denn eine externe Anschlussbox kümmert sich um das Kabelwirrwarr. Sämtliche Lautsprecher sind ebenfalls unauff ällig in den Rahmen eingelassen und der Klang umhüllt den Zuhörer regelrecht.
 
Mehr über die Fernseher der Zukunft und die K-Frage erfahren Sie hier.
 DVB-S2-Stream

Ist Ihnen in Sat-Frequenzlisten schon einmal in der Spalte Übertragungsmodus DVB-S2-Stream begegnet? Besonders auf den Orbitpositionen 5 Grad West und 12,5 Grad West senden zahlreiche Stationen aus Italien in diesem Modus. Und zwar überwiegend frei empfangbar.
 
Haben Sie schon mal versucht, diese Programme zu bekommen und sind dabei kläglich gescheitert? Des Rätsels Lösung ist simpel. Obwohl es sich hier grundsätzlich um ein DVB-Signal handelt, für das unsere Receiver ausgelegt sind, kommen sie mit dem gestreamten Signal nicht klar. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Kanäle trotzdem sichtbar machen können.
 
Normale Receiver: keine Chance
 
Zuerst haben wir versucht, was von diesen Stream-Transpondern mit normalen Receivern zu bekommen ist. Da uns bewusst war, dass es sich dabei um eine heikle Mission handelt, haben wir mehrere DX-Receiver ins Testlabor gebeten. Zuerst mussten sich Boxen, wie der Dr.HD D15 oder der Eycos E95.15 HD, beim Blindscan bewähren. In dieser Disziplin reagierten alle Boxen gleich. Keine fand diese Transponder, womit auch die auf ihnen ausgestrahlten Programme nicht eingelesen wurden.
 
Alles weitere über die geheimen Satellitensignale erfahren Sie in unserem neuesten Hintergrundartikel.
 Exklusiv-Test: Netzwerkplayer Pioneer N-50

 
Pioneer zeigt im Rennen der japanischen Hi-Fi-Schmieden seiner Konkurrenz, wo der Hase lang läuft. Während die Mitbewerber auf marginale Updates setzen, überarbeitet Pioneer seine Produkte komplett neu. Hinzugekommen sind zwei Netzwerkplayer für den gehobenen Anspruch.
 
Pioneer scheint sich beim Audiostreamer N-50 weit oben orientiert zu haben. Anstatt vorhandene Technologien einzukaufen, setzen die Japaner auf eigene Softwareentwicklungen. Das bedeutet Unabhängigkeit und reaktionsschnelles Handeln bei neuen Marktentwicklungen. Umfangreiche Softwareupdates darf man hier mit aller Sicherheit erwarten. Mit der Entscheidung für den UPnP-Standard öffnet der N-50 den bekanntesten Servern die Türen. Bei der verlustfreien Formatauswahl greift er auf FLAC und WAV zu – ALAC-Dateien bleiben außen vor.
 
Entschädigung erhalten wir mit Auflösungen bis zu 24 Bit und 192 Kilohertz (kHz) – einer ungewöhnlich hohen Rate in diesem Preissegment. Mit angesteckter CAT5- Verbindung stieß der Datendurchsatz auf keine Probleme, für WLAN- und Bluetoothübertragung benötigten wir jeweils einen zusätzlichen Adapter. Mit Airplay steht ein weiterer Streamingstandard zur Wahl.
 
Mit welchen technischen Raffinessen der N-50 von Pioneer noch zu überzeugen sucht, erfahren Sie hier.
 Misfits – 2. Staffel

Ob „Heroes“ oder „Smallville“ – sämtliche Superhelden-Serien erscheinen blass und einfallslos gegenüber diesem kleinen Juwel, das im kultverwöhnten Großbritannien mit dem BAFTA-Award gleich dreimal den wichtigsten Fernsehpreis überhaupt erhielt.
 
Wie lässt sich die derzeit abgedrehteste, frischste und unvorhersehbarste Serie der Welt eigentlich am besten beschreiben? Ein Plot, der sich um fünf asoziale Twens dreht, klingt zunächst einmal nicht sehr attraktiv. Die innovativen Darstellungsformen, der Genre-Mix aus Drama und Comedy, die skrupellosen Plot-Twists sowie die glaubhaft sympathischen Hauptdarsteller hingegen machen die Serie zum popkulturellen Meilenstein.
 
Die Protagonisten haben Beziehungsprobleme, die eine oder andere Leiche im Keller (meistens ihre Bewährungshelfer), Drogenprobleme, abgefahrene Gelüste (Sex mit Rentnern oder Tieren sind nur einige der Tabuthemen, die hier schamlos aufgegriffen werden) und sind auch sonst in keinster Weise gesellschaftsfähig. Größter Aufmerksamkeits-Jäger ist der charismatisch fiese Sprücheklopfer Nathan Young (grandios: Robert Sheehan).
 
Alle weiteren Details zur zweiten Staffel „Misfits“ hat unsere Blu-ray-Redaktion für Sie zusammengetragen.
 Test: Arcam D33

 
Wir haben es bestimmt schon mehrmals erwähnt, FMJ bedeutet in unserer freien Übersetzung „Für die musikalische Freude“. Was kann man eigentlich noch alles mit einem D/A-Wandler anfangen?
 
In der Zeit, wo jeder Audiohersteller mit mindestens einem netzwerkfähigen Gerät oder einem D/A-Wandler in den Markt drängt, braucht es etwas Eigenständiges. Im Fall des Arcam D33 sind das gleich mehrere Dinge: Rein von außen betrachtet, erscheint hier schon eine große Anzahl von Anschlussmöglichkeiten in einer sehr stabilen und EMV-konformen Gehäusekonstruktion. Neben doppelten optischen und koaxialen Digitaleingängen sowie einem AES/EBU-Anschluss wird noch mehr angeboten. Für die Integration in das eigene Unterhaltungssystem, das dank allgemein üblichen 12-Volt-Triggereingang und Remote-Anschluss erscheint, wird auch noch eine RS-232-Schnittstelle bereitgestellt.
 
Wie sich der Arcam D33 in unserem Test geschlagen hat, erfahren Sie in unserem vollständigen Testbericht.
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[red]

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