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  • Hintergrund • Klein, lautlos und multimedial

  • Mini-PC im Heimkino

 erstellt am 11.08.2011 von Dennis Schirrmacher

Mit dem XS 3510MA bietet der Computerspezialist Shuttle einen vollwertigen Mini-PC an, der nur geringfügig größer als eine Blu-ray-Hülle ist und darüber hinaus lautlos seinen Dienst verrichtet. Nichtsdestotrotz werkelt im Inneren die aktuellste (Mobil-)Technik. Wir wagen den Praxistest unter Heimkinobedingungen.

 
 
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Viel Rechenleistung: Der Intel-Atom-Prozessor D510 wartet mit zwei echten und zwei virtuellen Kernen auf
Bild: Auerbach Verlag

Klein, aber oho! Der XS 3510MA überzeugt nicht nur äußerlich durch kompakte Abmessungen – auch das technische Innenleben erscheint auf den ersten Blick äußerst attraktiv. So sorgt ein bisher eher in Netbooks anzutreffender, extrem sparsamer Prozessor der Atom-Familie (D510) für die nötige Rechenpower. Dabei handelt es sich um eine Doppelkern-CPU, die alltägliche Aufgaben spürbar flüssiger als ein Single-Core abarbeitet.
 
Dank Hyper-Threading-Technologie stehen Ihnen im Betrieb zwei weitere virtuelle Kerne zur Verfügung. Der Prozessor ist zwar lediglich mit 1,6 Gigahertz getaktet, was für Büroarbeiten und Ausflüge ins Internet aber völlig ausreichend ist. Bei Spielen und der Wiedergabe von Videos springt ein Grafikprozessor von Nvidia auf Basis der aktuellen ION2-Plattform in die Bresche.
 
Daten finden auf der Festplatte mit einer Kapazität von 500 Gigabyte (GB) Platz, der Arbeitsspeicher ist mit 2 GB RAM etwas gering dimensioniert. Wie schlägt sich der XS 3510MA in der Praxis? Wir haben den Mini-PC unter Heimkinobedingungen getestet und zeigen Ihnen, wie er sich bei Ausflügen in multimediale Unterhaltungswelten aus der Affäre zieht.

Fürs Wohnzimmer gemacht

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Bild: Auerbach Verlag

Aufgrund seiner kompakten Größe und der enormen Laufruhe ist der XS 3510MA geradezu für den Einsatz im Wohnzimmer prädestiniert, denn so bettet sich der Mini-PC zurückhaltend in Ihre Wohnlandschaft ein.
 
Bequem: Dank der HDMI-Schnittstelle können Sie Ihren Flachbildfernseher respektive den AV-Receiver mittels nur einer Strippe mit digitalen Bild- und Tonströmen versorgen und dank des verbauten DVD-Brenners auch die Spielfilm-Sammlung direkt abspielen.
 
Medien sind dank großzügig dimensionierter fünf USB-Anschlüsse bequem auch über externe Datenträger zuspielbar. Shuttle hat sogar an einen SD-Slot gedacht, der SDHC-Karten und das Memorystick-Format von Sony verdaut.

Full-HD-Filme

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Bild: Auerbach Verlag

Von der Hardwareseite ist der Mini-PC der Wiedergabe von Full-HD-Videos mit 1920 x 1080 Bildpunkten problemlos gewachsen, Videos vom Online-Portal Youtube werden in dieser Auflösung ruckelfrei wiedergegeben. Bei der lokalen Wiedergabe erweist sich das Abspielen von hochauflösendem Material jedoch als überraschend problematisch. An dieser Stelle verkomplizieren Kompatibilitätsprobleme einzelner Videocodecs und fehlerhafte Treiber der noch jungen ION2-Plattform den ungetrübten Videogenuss.
 
Full-HD-Videodateien im Quicktime-Container (MOV-Format, H.264 codiert) lassen sich bereits im Auslieferungszustand mit dem vorinstallierten Windows Media Player nahezu unterbrechungsfrei abspielen. Anders sieht es bei Filmen im weitverbreiteten MKV-Containerformat (H.264) aus. Hier streikt der Microsoft-Player, weil er nicht über die notwendigen Codecs verfügt. Nach der Installation des kostenlosen K-Lite Codec Packs konnten wir den Player zumindest zur Wiedergabe überreden, das Bild war jedoch von Artefakten durchzogen.
 
Auch der auf die HD-Wiedergabe spezialisierte Media Player Classic – Home Cinema (Bezugsquelle: mpc-hc.sourceforge.net) stellt HD-Filme in 1 080p nur als ruckelnde Dia-Show dar. Dennoch ist es möglich, mit dem Mini-PC Full-HD-Inhalte zu genießen. Die ION2-Grafikeinheit von Nvidia ist nämlich von Haus aus auf die Dekodierung von H.264-Videos spezialisiert, was der Abspielsoftware aber explizit durch Aktivierung der Hardwarebeschleunigung in den Tiefen der Einstelldialoge mitgeteilt werden muss.
 
Als Problem erweist sich an dieser Stelle, dass viele Player aufgrund der noch jungen Treiberarchitektur seitens Nvidia trotz aktivierter Hardwarebeschleunigung zum Ruckeln neigen. Allein mit der aktuellen Version (1.1.7) des VLC-Players war es uns möglich, Full-HD-Videos (nahezu) ruckelfrei abzuspielen. Dank der auf die Videowiedergabe optimierten ION2-Grafikeinheit pendelt sich die CPU-Auslastung bei zurückhaltenden 20 Prozent ein.
 
Bei Filmen mit der "kleinen" HD-Auflösung 720p mit 1 280 × 720 Bildpunkten gestaltet sich die Wiedergabe hingegen mit allen Playern fehlerfrei. Für  den echten Kino-Look können Sie Filme auch mit der originalgetreuen Bildwiederholfrequenz von 23,967 Bildern pro Sekunde ausgeben. Voraussetzung ist hier aber ein kompatibler Monitor respektive Flachbildfernseher. Mehrkanalton leiten Sie überdies direkt per HDMI weiter.
Ob unter Last oder im Desktopbetrieb - der Mini-PC weist nahezu konsequent eine Temperatur von rund 56 Grad Celsius auf und überzeugt durch extreme Laufruhe
Bild: Shuttle

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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