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  • Sparsame Alleinunterhalter

 erstellt am 10.08.2011 von Christian Trozinski

Bildqualität ist für viele Konsumenten das wichtigste Kriterium beim Fernseherkauf, doch das Thema Energieeffizienz rückt immer mehr in den Fokus. Wir analysierten den Stromverbrauch aktueller LED-LCDs und Plasma-TVs.

 
 

Ein objektiver Vergleich ist nicht gegeben, wenn einzig die Vorgaben der EU zur Ermittlung der Energieaufnahme berücksichtigt werden. Diese sehen lediglich vor, dass der Fernseher ausgepackt, eingeschaltet und im vordefinierten Wohnzimmermodus genutzt wird. Auf Basis dieser Voreinstellungen würden wir völlig unterschiedliche Bilder vergleichen.
 
Unsere Vorbereitung ist deutlich komplexer: Sämtliche Fernseher wurden optimal kalibriert und die Helligkeitsverteilung im Bild sowie die Gesamthelligkeit der Fernseher untereinander angepasst. Zudem achteten wir bei der Wahl der Fernseher auf eine vergleichbare Ausstattung – meist wird eine positive Energiebilanz durch mangelhafte Ausstattung erkauft.

Logik Edge-LED

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In Kinofilmen werden meist schwarze Balken infolge des Bildformats 21:9 abgebildet. Diese sorgen beim Plasma-TV für gehörige Energieeinsparungen
Bild: Auerbach Verlag

LCD-Fernseher mit Leuchtdioden (LEDs) kommen immer mehr in Mode, am attraktivsten für das Thema Energieeinsparung sind Edge-LED-LCDs. Hierbei werden nur wenige Leuchtdioden im Rahmen verbaut und die kleinen Lichtquellen strahlen seitlich Richtung Bildmitte.
 
Im Gegensatz zur Plasmatechnologie sind die zwei Millionen Bildpunkte eines LCD-Fernsehers nicht selbstleuchtend, sondern die bilderzeugenden Flüssigkristalle agieren einzig als Lichtschranke.
 
Energie muss somit nur für die LEDs bereitgestellt werden und je weniger Leuchtdioden in einem LCD-Fernseher verbaut sind, desto energiesparender arbeitet das Modell.

Logik Plasma

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Vollflächig helle Bildinhalte können auf einem Plasma-TV nicht energieeffizient abgebildet werden. Im Schwarzbild übertrumpft der Plasma-TV dagegen den Edge-LED-LCD
Bild: Auerbach Verlag

Bei einem Fernseher auf Plasmabasis ist jeder Bildpunkt selbstleuchtend, d. h., es werden bei einem vollflächigen Weißbild alle zwei Millionen Bildpunkte (sechs Millionen Zellen) mit Energie versorgt. Licht bedeutet immer Energieaufnahme und wo Helligkeit benötigt wird, muss gleichfalls Energie zur Lichterzeugung investiert werden. Bei zwei Millionen Leuchtpunkten ist schnell ersichtlich, dass die Energiebilanz mit Weißflächen vergleichsweise enttäuscht. So genehmigen sich Plasma-TVs bis zu 400 Watt (W), um die gesamte Bildfläche zu erhellen.
 
Sollten Sie also vorrangig Wintersportereignisse verfolgen, müssen Sie sich auf einen entsprechend hohen Energieverbrauch einstellen. Umgekehrt bedeutet jeder dunkle Bildpunkt eine Energieeinsparung. Besonders gelegen kommen dem Plasmanutzer Kinofilme im 21 : 9-Format, deren Darstellung mit schwarzen Balken einhergeht. Diese Balken wirken wahre Wunder, denn die Energiebilanz fällt unter diesen Bedingungen dramatisch besser aus: Statt 400 W geben sich Plasmafernseher in Kinofilmen meist mit durchschnittlich 200 W zufrieden.

V.l.n.r.: Panasonic TX-P50GT30E (Plasma), Philips 40PFL6606K, Panasonic TX-L42EW30E, Sony KDL-55EX725, Samsung UE46D8090 (alle Edge-LED-LCD). Dank des neuen EU-Energielabels können Sie schnell überblicken, welcher Fernseher energiesparend arbeitet. Allerdings unterschlägt die Energieklasseneinordnung Details
Bild: Panasonic, Philips, Samsung, Sony

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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