Eine Woche Disney+ in Deutschland: Das kann der neue Streaming-Dienst

0
1400
© Disney
Anzeige

Seit dem 24. März gibt es den hauseigenen Streaming-Dienst des Multimediakonzerns Disney auch bei uns in Deutschland. Die Fans waren schon Monate vorher in Aufregung, was sie auf dem neuen Portal erwartet.

In den USA ist Disney+ bereits im November sehr erfolgreich an den Start gegangen. Fast 500 Filme und rund 7.500 TV-Episoden von Serien, deren Produktionsstudios im Besitz des Konzerns sind, findet man auf dem Portal. Zudem wird das aktuelle Programm noch ergänzt durch Eigenproduktionen, die speziell für Disney+ angefertigt wurden und auch in Zukunft weiter wachsen werden. Aber braucht die Welt wirklich noch einen weiteren Streaming-Dienst?

Den Durchblick behalten

In Deutschland hat sich das Angebot an Video-On-Demand-Plattformen (VoD) in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Die Nutzerzahlen der verschiedenen Dienste wuchsen enorm. Mittlerweile werden rund 22,7 Millionen Abonnements in Deutschland gezählt. Schaut man rüber nach Großbritannien, streamen sogar die Hälfte aller Bürger. Diese Entwicklung leitete der Streaming-Pionier Netflix ein, der sein Angebot 2014 in Deutschland startete. Seither sind Kunden in der Lage, Serien und Filme, zu jeder Zeit und an jedem Ort zu schauen. Die Inhalte müssen nur auf der Plattform angeboten werden und eine Internetverbindung muss vorhanden sein. Somit stellen VoD-Dienste die logische Weiterentwicklung des klassischen Fernsehens dar. 

Doch wo Erfolg ist, bleiben Nachahmer nicht lange fern. Mittlerweile hat man neben Netflix eine breite Auswahl unterschiedlicher Dienste: von Amazon Prime über Maxdome, Hulu, Sky, Apple TV bis hin zu YouTube. Will man ein wirklich komplettes Angebot an Filmen und Serien haben, muss man sich wohl oder übel für unterschiedliche Services anmelden. Das kann allerdings teuer werden. Alternativ gibt es aber auch einige gratis Video-On-Demand-Dienste, wie beispielsweise Zattoo oder Netzkino, die sich über Werbung finanzieren. 

Zu diesem üppigen Spektrum an Streaming-Möglichkeiten gesellt sich jetzt noch Disney+ dazu und erweitert das Angebot.

Das hat Disney+ zu bieten

Wenn der größte Unterhaltungskonzern der Welt einen Streaming Service gründet, dann muss einem schon einiges geboten werden. Was den Preis angeht, stapelt Disney erst einmal tief. Standardmäßig soll der Dienst 6,99 Euro pro Monat kosten – oder 69,99 Euro im Jahr, wenn man einmal von der Frühbucher-Promo-Aktion absieht. Disney hat in jüngster Vergangenheit viel dafür getan, sein Programm und seine Studios aufzustocken. Mittlerweile gehören dem Konzern nicht nur die Rechte an Erfolgstiteln wie Star Wars oder Marvel, sondern auch an Fox, Pixar und National Geographic – um nur einige zu nennen. Neben den bereits existierenden Inhalten aus der fast 100 Jahre alten Geschichte des Unternehmens wird es zudem diverse exklusive Disney+ Formate geben. Dazu zählt etwa der Star Wars Ableger „The Mandalorian“, der in den USA aktuell einen Mega-Hype erfährt. 

Unter Disney+ haben andere Streaminganbieter nicht nur wegen dem großen Konkurrenzdruck zu leiden. Disney greift nach und nach sein Eigentum von den anderen Plattformen ab, um seinen eigenen Dienst möglichst attraktiv zu gestalten. Also werden die Nutzer anderer Portale wohl bald einige Filme und Serien vermissen, wenn sie sich nicht auch noch einen Disney+-Account zulegen. 

Disney+ Serien schon vor offiziellem Deutschland-Start sehen

Ähnlich, wie bei Netflix, ist bei dem neuen Streamingdienst von Disney das sogenannte Geoblocking aktiv. Das bedeutet, dass gewisse Inhalte in bestimmten Teilen der Welt bereits zur Verfügung stehen, während sie z.B. in Deutschland aus verschiedenen Gründen (noch) gesperrt sind. Dies können zum Beispiel neue Serien oder einzelne, neue Staffeln sein, die zuerst in den USA veröffentlicht werden. Möchte man trotzdem sofort in den Genuss der neuen Inhalte kommen, ist es möglich, dass den Dienst über einen sogenannten VPN-Client besucht. NordVPN ist dafür zum Beispiel sehr gut geeignet. Die Software sorgt dafür, dass man anonym im Netz surfen kann, ohne dass das Land in dem man sich gerade befindet erkannt wird. Auf diese Weise kann man sich Zugang zu Inhalten schon vor dem offiziellen Deutschland-Start verschaffen. Natürlich braucht man auch für einen VPN-Zugang gültige Zahlungsdaten.

Wie kann man Disney+ offiziell empfangen?

Der Disney-Konzern hat auf seiner Seite eine offizielle Liste mit Geräten veröffentlicht, die den Dienst unterstützen werden. In der Regel ist kein extra Gerät dazu nötig. Empfangen werden kann Disney+ auf dem Computer über diverse Internet Browser, über die App auf dem Smartphone, auf dem Smart TV oder über andere Geräte, wie beispielsweise Spielkonsolen, Apple TV und ähnliches. Entgegen anfänglichen Gerüchten stand pünktlich zum Deutschland-Start auch der Amazon Fire-TV Stick auf der Liste. Ein solcher bietet sich vor allem für ältere Smart-TVs oder Geräte ohne Smart-TV-Funktion an.

Bildquelle:

  • Disneyplus: © Disney

0 Kommentare im Forum

Alle Kommentare 0 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum