Sendung verpasst? Na und…

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Mediatheken im Vergleich

Früher war es umständlich: Videorecorder mit den passenden Sendedaten der Lieblingssendung programmieren und hoffen, dass die Sendung auch pünktlich startet. Trotzdem war ärgerlicherweise oft das Ende des Programmes nicht auf Band, wenn der Entertainer vor dem Spielfilm wieder mal gnadenlos überzogen hatte. Heute ist alles einfacher: Mediatheken halten ein Großteil der Sendungen zum Abruf bereit. Aber Mediathek ist nicht gleich Mediathek …

Bereits in den letzten Ausgaben haben wir viel über HbbTV und die Vorteile des „Red Button“ geschrieben. Mittlerweile bietet praktisch jeder große Hersteller von Flachbildfernsehern und Digitalreceivern Geräte mit hybrider Empfangsmöglichkeit an. Der weiteren Entwicklung des Zusatzdienstes HbbTV steht also nichts im Wege und viele Nutzer sind inzwischen auch von den Vorteilen überzeugt. Neben einem frischen und modernen Videotext bietet hybrides Fernsehen aber noch deutlich mehr: zum Beispiel Mediatheken. Das sind sozusagen Onlinevideotheken der einzelnen Sender, die mehr oder weniger umfangreich gefüllt sind mit Filmen, Serien und Dokumentationen aus dem Portfolio der betreffenden TV-Station.
 
Neben ARD und ZDF haben auch viele weitere Sender wie beispielsweise die RTL- oder Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe, aber auch die kleineren Privatsender Anixe und Das Vierte eigene Mediatheken über HbbTV im Angebot. Vom Funktionsprinzip unterscheiden sich die Mediatheken dabei kaum. Dennoch gibt es natürlich bei den Einzelheiten deutliche Unterschiede, was Inhalt und Qualität angeht.

Bildqualität

In puncto Qualität kann man durchaus ein positives Fazit ziehen. Zwar entspricht das Meiste, was wir gesehen haben, nur niedriger SD-Qualität, aber um eine verpasste Sendung anzusehen, reicht die Wiedergabequalität in jedem Fall aus. Nicht vergessen sollte man dabei auch, dass die Sender hier in Zukunft natürlich flexibel sind und jederzeit deutlich an der Qualität arbeiten können. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Mediathek von Anixe HD.
 
Zwar handelt es sich bei den Sendungen aus dem Portfolio des Privatsenders noch nicht wirklich um hochauflösende Qualität, allerdings übertrifft die Bildqualität deutlich alles, was wir bei den anderen Fernsehanbietern sehen konnten. Die Messlatte, die Anixe HD setzt, sollte also für die restlichen Sender ein Ansporn sein, ebenfalls an der Qualitätsschraube zu ziehen. Doch natürlich kommt es in diesem Fall nicht nur auf Qualität, sondern auch auf Quantität an.

Masse oder Klasse?

Eine Mediathek ist logischerweise nur interessant, wenn ausreichend Inhalte auf Abruf bereitstehen. Und hier sind die Unterschiede gravierend: Während die öffentlich-rechtlichen Sender einen überaus reichhaltigen Rückblick auf die Sendungen der vergangenen Tage bieten, können die Privatsender größtenteils nicht einmal ansatzweise mithalten. Deshalb haben wir uns im Testlabor einmal die wichtigsten Sender und deren Angebote angesehen.

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