Aktuelle Streaming-Tipps bei Sky Nature, Netflix und Magenta TV

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Was sich jetzt zu streamen lohnen könnte: etwa, wie sich Großstadt-Fan Fahri Yardim mit der Natur konfrontiert oder auch die vierte Staffel der preisgekrönten Dystopie „The Handmaid’s Tale“. Die aktuellen Streaming-Tipps:

„SaFahri – Eine Reise zu den Elementen“ bei Sky Nature

Er ist der coole Typ in zahlreichen Filmen mit Til Schweiger und der Hallodri an der Seite von Christian Ulmen in der Fremdschäm-Comedy-Serie „Jerks“ – es geht um Fahri Yardim. Der 41-Jährige bekennt, ein Stadtjunkie zu sein. „Wenn’s die Großstadt nicht gäbe, dann wär ich längst tot», sagt er plakativ. Für eine Sky Original Produktion hat sich der Schauspieler in seiner lockeren Quassel-Art auf Natur und Umwelt eingelassen. Vier Elemente in vier Episoden plus ein „Best of“ gibt es laut Sky. „Auf seiner Tour von den Bergen bis zum Meer lässt er sich von Experten die Zusammenhänge der Natur erklären. Und dabei nimmt er einiges in Kauf“. Er hängt kopfüber von einem Ast, geht auf hohe Berge, sucht Gold in der Isar oder sammelt Müll auf Sylt. Die Personality-Doku-Serie „SaFahri – Eine Reise zu den Elementen“ startet am 9. September und ist auf Sky Nature, Sky Ticket und auch auf Abruf zu sehen.

„Bob Ross: Glückliche Unfälle, Betrug und Gier“ bei Netflix

Netflix verspricht, das „düstere Geheimnis“ von Bob Ross (1942-1995) zu lüften. Doch Fans des legendären TV-Malers brauchen nicht zu befürchten, dass ihr wuscheliges Idol zerlegt wird. Durch „The Joy of Painting“, wo er mit sanfter Stimme die Freuden des Malens verkündet, ist Ross bis heute Kult. Der Fernsehmaler wird weltweit verehrt. Die Netflix-Dokumentation „Bob Ross: Glückliche Unfälle, Betrug und Gier“ kritisiert nicht den Maler, sondern dessen posthume Vermarktung im letzten Vierteljahrhundert. Begleitend zu den TV-Malkursen vertrieb eine 1982 von Ross und Geschäftspartnern gegründete Firma Pinsel, Farben, Videos und Bücher. Während es Ross darum gegangen sei, Millionen zum Kunstmachen und zur Selbstverwirklichung zu bringen, habe für die Geschäftspartner das Geldmachen im Vordergrund gestanden. Das jedenfalls ist die zentrale These der recht einseitigen Doku, die sich auf Interviewpassagen mit Ross‘ Sohn Steve Ross und alten Freunden stützt. Die gut 90-minütige Doku „Bob Ross: Glückliche Unfälle, Betrug und Gier“ ist seit Ende August bei Netflix abrufbar.

„The Handmaid’s Tale“ MagentaTV

Diese Serie gewann schon zahlreiche Preise wie den Golden Globe. Sie war die erste Fernsehserie eines Streamingdienstes, die einen Primetime-Emmy in der Kategorie Beste Dramaserie einheimste. Die Rede ist von „The Handmaid’s Tale“ (früher in Deutschland oft auch mit dem Zusatz „Der Report der Magd“ vermarktet). In der negativen Utopie, also Dystopie, geht es um die junge Frau und Mutter June, die aus ihrem Leben gerissen wird und als sogenannte Magd in einem christlich-fundamentalistischen totalitären Staat festgehalten wird. Nachdem die Geburtenzahlen fast komplett eingebrochen sind, werden fruchtbare Frauen wie June als Gebär-Sklavinnen missbraucht – das ist der Ausgangspunkt. Die Serie geht auf das gleichnamige Buch von Margaret Atwood zurück, hat sich aber inzwischen davon gelöst. In der vierten Staffel (zehn Episoden) geht es unter anderem um einen möglichen Aufstand mutiger Frauen gegen die verlogenen Herren des Gottesstaates Gilead. Nun ist sie auch in Deutschland zu sehen – seit Donnerstag bei MagentaTV. In den USA gab Hulu schon eine fünfte Staffel in Auftrag.

„The Drag and Us“ in der ZDF-Mediathek

Divers präsentieren sich Medien gern – die ZDFneo-Sitcom „The Drag and Us“ mit Ralph Kinkel als Cathérine und Christian scheint zu diesem Trend zu passen. Im Ankündigungstext heißt es: „Wenn eine Drag-Queen als Untermieterin einzieht, wird das Leben bunter und alte Rollenbilder werden über den Haufen geworfen.“ Die Ausgangslage: Der 15-jährige Nikki (Frederic Balonier), Sohn von Franziska (Paula Paul), hat sein Zimmer untervermietet. Angeblich, um sich das Ferienzeltlager zu finanzieren – in Wahrheit handelt es sich aber um eine Wellnessreise mit seiner Freundin. Erste Kritiken der Serie waren – gelinde gesagt – verheerend: In der „Berliner Zeitung“ meinte Marcus Weingärtner, sie sei „das Schlimmste, was man zurzeit streamen kann“. Der Journalist Stefan Mesch kritisierte im Deutschlandfunk Kultur das «Durcheinander von Begriffen» in der Serie: Die Sitcom sei „krass transfeindlich – und das muss man erst mal hinkriegen in einer Serie, in der gar keine trans Figuren vorkommen“. Und beim Portal „Queer.de“ warnte der Autor Patrick Heidmann vor der Serie: „Die Studiokulissen sehen billiger aus als jede Daily Soap, dazu kommen Lacher aus der Konserve, wie man sie seit den 90ern nicht mehr gehört hat.“ Die achtteilige Sitcom ist seit 31. August für ein Jahr in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Bildquelle:

  • handmaidstale: obs/TELE 5/James Minchin

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