ProSieben verbannt "Millionärswahl" aus TV-Programm

22.01.2014, 09:13 Uhr, fm

ProSieben hat offenbar erkannt, dass das Experiment "Millionärswahl" auch im Schnelldurchlauf nicht mehr zu retten ist und das Finale nun kurzerhand ganz aus dem TV geschmissen. Das Finale wird nur noch im Internet übertragen.


Die "Millionärswahl" ist nicht mehr zu retten - das hat offenbar nun auch ProSieben erkannt, und der strauchelnden Casting-Show, die eigentlich der neue Hit des Privatsenders werden sollte, den Gnadenstoß verpasst. Wie ProSieben am Dienstagmittag bekannt gab, wird das Finale der "Millionärswahl" am Samstag nicht im TV übertragen. Stattdessen schiebt der Sender die letzte Ausgabe mit den Worten "Es begann im Web und endet im Web" ins Internet ab - wo die "Millionärswahl" vor allem aus Quotensicht keinen Schaden mehr anrichten kann.


Interessenten, die nach der langen Internetphase und den ersten TV-Shows nun auch wissen wollen, welcher der verbliebenen Kandidaten den Geldkoffer bekommt, können das Finale auf millionaerswahl.de oder connect.prosieben.de verfolgen. Der Startschuss fällt dabei um 20.15 Uhr. Im linearen Programm darf unterdessen der Spielfilm "Outlander" kurzzeitig einspringen.
 
Obwohl ProSieben und Sat.1 bereits lange vor dem Showstart groß die Werbetrommel für ihre "Millionärswahl" rührten, entpuppte sich schon die erste TV-Show als Enttäuschung. Die Quoten waren mehr als durchschnittlich. Als die Zahlen bei der zweiten Ausgabe dann direkt weiter einbrachen und nicht einmal mehr eine Million Zuschauer Interesse zeigte, zogen die Sender die Notbremse. Statt der noch ausstehenden sechs Shows strich ProSieben das Ganze auf eine Show plus Finale zusammen und verbannte die Sendung auf den Samstagabend. Sat.1 stieg gleich direkt aus.
 
Das ProSieben die letzte Show nun sogar ganz aus dem TV-Programm nimmt, zeigt noch einmal deutlich, dass ProSieben das Kapitel "Millionärswahl" ganz schnell hinter sich bringen will. Auch in Grünwald dürfte man sich bewusst sein, dass das Projekt als riesiger Flop verbucht werden muss. Der Start ins neue Jahr ist damit wohl deutlich schlechter verlaufen, als erhofft.

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