DFL will Bundesliga-Rechte nicht mehr getrennt vergeben
[ni] Berlin/Potsdam - Unter dem Motto "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" wurde gestern die Zukunft der Bundesliga-Rechtevergabe diskutiert.
Deutsche Fußball Liga-Geschäftsführer Christian Seifert konstatierte trotz getrennter Lizensierung von TV- und Internetrechten gestiegene Einnahmen und ein gelungenes Konsensmodell.
Die Lizensierung sowohl an Free- als auch an Pay-TV-Veranstalter bezeichnete er als Solidarpakt aller Beteiligten. Die DFL wünscht sich für 2009, dass die Rechte nicht mehr getrennt vergeben würden, mit Blick auf die zunehmende Vermischung von Rundfunk- und Internetübertragung. Seifert sieht vor dem Hintergrund neuerer und teurerer Produktionsstandards wie HDTV die Produktion der Bundesliga durch ein eigenes Tochterunternehmen als sinnvoll an.
Christoph M. Bellmer, Geschäftsführer von Unity Media und Arena Sport Rechte und Marketing GmbH kommunizierte das Interesse an den Bundesligarechten auch für die nächste Saison. Die Neukundengewinnung stehe zurzeit im Vordergrund. Er kündigte neue Angebote für Arena-Kunden, neben der Bundesliga-Liveberichterstattung, an.
Premierevorstandsmitglied Carsten Schmidt verwies trotz Abwanderung wegen der eingebüßten Bundesligarechte auf das steigende Neukundengeschäft. Die Champions League sei für Premiere jetzt das neue Premiumprodukt.
Auch Vertreter der Sportkanäle nahmen an der Diskussion teil. So sprach sich Oliver Reichert, Geschäftsführer von DSF, für einheitliche Rahmenbedingungen für alle Sender aus, damit der Wettbewerb nicht verzerrt werde.
Rainer Calmund, langjähriger Bundesligamanager, betonte die Notwendigkeit eines Interessenausgleichs zwischen Pay- und Free-TV bei der Rechtevergabe. Dies sei besonders für Zuschauerakzeptanz und Sponsoreneinnahmen eine wichtige Voraussetzung.
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