Philips 65OLED935 im Test (Teil 4): Unser Testfazit

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In unserem abschließenden Testfazit zum Philips 65OLED935 gehen wir noch einmal auf die wichtigsten Punkte ein. Beispielsweise auf eine wichtige neue Bildfunktion, die bei älteren OLED-TVs von Philips noch nicht zu finden war.

Mit dem OLED935 hat Philips Streaming- und Filmfans im Visier, die ihre Lieblingsinhalte entweder originalgetreu oder aufgefrischt wiedergeben können. Greift man auf die KI-Voreinstellungen zurück und reizt das vierseitige Ambilight aus, wähnen sich Philips-Fans im siebten Himmel. Doch den OLED935 auf Effekthascherei zu reduzieren, wird dem Gesamtkonzept nicht gerecht, denn Philips deckt mit diesem Modell beide Extreme ab: Filmbildpuristen kommen hier genauso zum Zug wie Fans von Spektakel.

Wichtige Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon oder Disney+ werden ohne Umwege unterstützt. Wollen Sie den internen App-Speicher erweitern, können Sie externe USB-Quellen an den TV anschließen und entsprechend einrichten. Alternativ eignen sich USB-Festplatten zur Programmaufzeichnung, bei denen aufgrund der verbauten Single-TV-Tuner allerdings kein Programmwechsel mehr erlaubt ist. Dafür gestattet Philips weiterhin Time-Shift, ein Feature, das bei der Android-TV-Konkurrenz oftmals fehlt.

Und damit Sie möglichst lange Freude am OLED-Display haben, integriert Philips eine weitere Neuheit: Der OLED935 ist in der Lage, statische Bildelemente zu erkennen und deren Leuchtintensität nach ca. 2 und 3 Minuten abzuschwächen, was der Langlebigkeit des OLED-Panels zugutekommt. In unserem Test wurde unter anderem das Logo von NBC News je nach Dimming-Stufe auf 50% oder 33% der ursprünglichen Leuchtintensität gedrosselt, während der Rest des Bildes leuchtstark bleibt. Einzig bei hoher Dimming-Stufe werden Bereiche um statische Logos mit einem leichten Schatteneffekt versehen. Da dieser Schutzmechanismus, den Sie auf Wunsch auch deaktivieren können, verzögert einsetzt, funktioniert das gelungene Konzept noch nicht bei Untertiteleinblendungen in Filmen, die mit HDR-Inhalten oftmals unangenehm herausstechen. Doch vielleicht gelingt es Philips zukünftig, diese Dimming-Funktion um eine Untertitelerkennung zu erweitern.

Die Liebe zum Detail erkennt man beim OLED935 schon jetzt in jedem einzelnen Punkt, sei es in der Fernbedienung, dem Design, dem Ambilight oder bei der Bild- und Tonwiedergabe. Der OLED935 ist für uns der beste Philips-TV aller Zeiten.

Der gesamte Testbericht inklusive aller Messwerte erscheint Ende November im HDTV Magazin Ausgabe 6.2020.

Was uns gefällt

  • Schärfe, Kontrast, Farben, Ausleuchtung exzellent
  • Umfangreiche Bildnachbearbeitungen für SDR und HDR
  • Dolby Vision, HDR10+, Audio-Support für Dolby und DTS
  • Vierseitiges Ambilight, Dolby-Atmos-Soundbar inklusive

Das geht noch besser

  • Nachleuchteffekte, Spiegelungen, Flächenhelligkeit limitiert
  • Voreinstellungen für Schärfe, Gamma, Bildformat nicht optimal
  • Kein 120 Hz über HDMI (möglich, aber kein Effekt), kein VRR
  • Single-Tuner, kein Umschalten während USB-Recording
Die beleuchteten Tasten der Fernbedienung sind ebenso edel wie die Lederrückseite. Ein Mikrofon zur Sprachsuche ist integriert und wichtige Funktionen sind ohne Umwege abrufbar. Allein beim Cursor-Druck nach unten kann es leicht passieren, dass man den Home-Button erwischt
Android ist in der Version 9 vorinstalliert und Streaming-Apps wie Amazon Video, Netflix und Disney+ werden direkt unterstützt. Youtube-Videos im VP9-, aber nicht im AV1-Codec abspielbar. Der interne App-Speicher lässt sich über USB-Datenträger erweitern
Innerhalb der OLED-Bildschirmeinstellungen finden Sie einen brandneue Funktion, um statische Logos in der Leuchtkraft abzuschwächen. Mit der höchsten Dimming-Stufe leuchtet das NBC-News-Logo nach knapp 2 Minuten nur noch mit 33% Leuchtkraft, während das restliche Bild leuchtstark bleibt
HDMI: 4x (4K 60 Hz HDR) • 120 Hz: nein (HD-Auflösung aktivierbar, aber kein Effekt) • 1440p: nein • CEC: ja • ARC: 4x • VRR: nein • ALLM: ja • USB: 2x • Kopfhörer: ja • Netzwerk: ja (oder WLAN) • Video analog: nein • Audio: digital optisch • CI: 1x • Tuner: DVB-S/-C/-T (Single-Tuner, Unicable)

Zurück zu Teil 3 unseres Tests.

Bildquelle:

  • df-Philips 65OLED935: Auerbach Verlag

1 Kommentare im Forum

  1. Wenn ich schon soviel Geld für so ein Gerät ausgeben soll, erwarte ich zumindest 3D! Kein 3D, kein Kauf. Dann bleib ich lieber bei meinem jetzigen Gerät und sitze weiterhin auf meinem Geld!
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