Übermittlung Ihrer Stimme...
Es liegen noch keine Bewertungen vor. Vergeben Sie einen bis fünf Sterne.

  • Hintergrund • Das Ka-Band

  • Neuer Frequenzbereich für Satellitenempfang

 erstellt am 29.11.2011 von Thomas Riegler

Die für den Satellitenempfang genutzten Frequenzbereiche wurden während der letzten Jahrzehnte laufend erweitert. Kam etwa vor 20 Jahren im Ku-Band nur der Bereich von 10,95 bis 11,7 Gigahertz zum Einsatz, erfolgte längst eine Ausdehnung auf den Bereich von 10,7 bis 12,75 Gigahertz. Die Ursache dafür liegt in der hohen Nachfrage nach Übertragungskapazitäten auch für Datendienste.

 
 

Kein Wunder, dass die bekannten Frequenzbereiche für die Aufgaben, die unsere Satelliten zu erfüllen haben, nicht mehr ausreichen. Höchste Zeit also, einen neuen Bereich zu erschließen: das Ka-Band.

Ka-Band-Satelliten


Das Ka-Band ist keine Erfindung unserer Tage, sondern längst Realität am Satellitenhimmel. Daher verwundert es nicht, dass es schon viele Satelliten im Orbit gibt, die bereits über Ka-Band-Transponder verfügen. Zum Teil dienten sie experimentellen Zwecken, um die Eigenschaften des neuen Bereichs zu erforschen. Inzwischen ist man aber darüber hinaus und nutzt das Ka-Band sowohl für Dienste, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, als auch kommerziell.
 
Das bekannteste Beispiel dafür ist der am 26. Dezember 2010 gestartete und inzwischen in Betrieb genommene Ka-Sat von Eutelsat. Er wurde auf 9 Grad Ost positioniert und verfügt über 82 Spotbeams, über die für weite Teile Europas schnelle satellitengestützte Internetanbindungen realisiert werden. Weitere Ka-Band-Positionen finden Sie in der links unten angeführten Tabelle.
suchen
Etwas umständlich: Derzeit gibt es Ka-Band-LNBs nur für Teilbereiche des Ka-Band-Frequenzbereiches
Bild: Norsat

Hinzu kommen verschiedene militärische Satelliten, die ebenfalls Ka-Band-Kapazitäten nutzen. Insgesamt nehmen die Ka-Band-Nutzlasten auf Satelliten zu. Dazu genügt ein kurzer Blick auf die Transpondernutzlasten der in den nächsten zweieinhalb Jahren startenden Satelliten: Eutelsat W3C soll auf 16 Grad Ost positioniert werden und drei Ka- Band-Transponder an Bord haben. Arabsat 5C wird mit zwölf Ka-Band-Transpondern von 20 Grad Ost funken. Yahsat 1B verfügt insgesamt sogar über 21 Ka-Band-Transponder und wird auf 52,5 Grad Ost geparkt werden. Alle drei Satelliten sollen noch in diesem Jahr ihre Reise ins Weltall antreten.

Für 2012 sind unter anderem Amos 4 (65 Grad Ost), G-Sat 14 (55 Grad Ost), Express AM6 (53 Grad Ost), Nigcomsat 1R (42,5 Grad Ost), Astra 2F (28,2 Grad Ost), Amos 6 (4 Grad West) und Hylas 2 (33,5 Grad West) vorgesehen. 2013 sollen unter anderem Astra-Satelliten für 28,2 Grad Ost und 31,5 Grad Ost, mehrere Express-Satelliten, zwei Türksats, Thor 7 und Hispasat 2A folgen. Es ist also höchste Zeit, sich intensiver mit dem Ka-Band zu befassen, denn es ist absehbar, dass dieser Bereich für den Sat-Empfang mittelfristig wohl nicht mehr wegzudenken sein wird. Dabei sollten wir durchaus auch an Anwendungen für Otto Normalverbraucher denken.

Ka-Band


Die bereits in Betrieb befindlichen Ka-Band-Transponder arbeiten im Frequenzbereich von etwa 17,8 bis 21,6 Gigahertz (GHz). Dabei nutzen die von den einzelnen Satelliten eingesetzten Ka-Band-Transponder stets nur Teilbereiche.

Anwendungsgebiete


Das Ka-Band kommt im kommerziellen Bereich für 2-Wege-Satelliteninternet zum Einsatz. Damit stehen auch in Regionen ohne entsprechende terrestrische Infrastruktur schnelle Breitbandzugänge zur Verfügung. Sie gelangen dann allerdings weder über die Telefon- oder Kabel-TV-Leitung noch über den Mobilfunkanschluss zum Nutzer, sondern über die Sat-Schüssel, die mit einer Sende- und Empfangseinheit ausgestattet ist. Die gewünschten Internetseiten werden somit direkt über den Spiegel angefordert und empfangen.
 
Da die Anbieter von Sat-Internet auch gleich das passende Equipment, bestehend aus Antenne, Sende- und Empfangseinheit sowie entsprechendem Modem, bereitstellen, muss man sich als Kunde von Satelliteninternet nicht einmal um die geeignete Hardware kümmern. Damit geht auch einher, dass es den Nutzer letztendlich nicht interessieren muss, über welche Frequenzen er Sat-Internet empfängt.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
  •  drucken 
  •  empfehlen 
  •  merken
  •  abonnieren 
  • Gefällt mir
  • Am Kiosk und im Abo

DIGITAL FERNSEHEN 06/2012
DIGITAL TESTED 03/2012
HD+TV 03/2012
BLU-RAY MAGAZIN 04/2012
SATELLIT EMPFANG + TECHNIK 3/2012
AUDIO TEST 03/2012
3D+TV 01/2012
BLU-RAY TEST 02/2012


 
Letzte Änderung: Montag, 05.12.2011
Anzeige

Digital-TV Jetzt!

Bild: Auerbach Verlag

Der analoge Satellitenempfang in Deutschland ist seit dem 30. April abgeschaltet. Was Sie jetzt tun müssen und alle Informationen zur Digital-TV-Umstellung hat DIGITALFERNSEHEN.de zusammen mit den Partnern Astra, Loewe und Televés für Sie zusammengestellt. Lesen Sie mehr...

Beliebteste Meldungen

Aktuell am Kiosk

Bild: Auerbach Verlag

DIGITAL TESTED 03/2012

Draußen blühen die Blumen und in deutschen Wohnzimmern hält das TV-Jahr 2012 Einzug. Nach der erfolgreichen Abschaltung des analogen Satellitensignals sind nun alle Wege offen und unzählige HD-Sender sprießen aus dem Boden – wir stellen Ihnen das neue hochauflösende Programmangebot der Sendeanstalten vor. mehr...

Astra-Frequenzen


Monatlich aktuell stellen wir Ihnen die Frequenzliste der ersten Astra-Position auf 19,2 Grad Ost als praktisches PDF bereit. Weitere Frequenzlisten anderer Satelliten wie etwa Hot Bird 13 Grad Ost oder Türksat 42 Grad Ost gibt es monatlich neu am Kiosk in der DIGITAL FERNSEHEN-Printausgabe. mehr...

Aktuell am Kiosk

Bild: Auerbach Verlag

DIGITAL FERNSEHEN 06/2012
Die Vorbereitungen für eine eigene TV-Plattform des Suchmaschinengiganten Google laufen bereits auf Hochtouren. Was Sie erwartet zeigen wir Ihnen ab S.16 der aktuellen Printausgabe DIGITAL FERNSEHEN. Zudem werden die Abrufdienste wie Maxdome, iTunes und Videoload verglichen und Vor- und Nachteile von Zattoo beleuchtet. In einem Vorabcheck prüft die Testredaktion den neuen Samsung Smart PVR STB-E7909S und das aktuelle Kathrein-Flaggschiff UFS 925, welchen wir einem ausführlichen Test unterziehen. mehr...

Receiverguide

Bild: Auerbach Verlag

HD-Empfang ohne Stress: Der Receiver-Guide von DIGITALFERNSEHEN.de erklärt Ihnen für die wichtigsten Set-Top-Boxen führender Hersteller Schritt für Schritt, wie Sie einen Sendersuchlauf durchführen und Lieblingssender zum bequemen Direktzugriff in die Favoritenliste einpflegen. Ihr Gerät fehlt noch? Kein Problem: Jeden Monat kommen Workshops für weitere Modelle hinzu. mehr...
DIGITAL FERNSEHEN TV
Die Redaktion von DIGITALFERNSEHEN.de ist regelmäßig mit der Kamera für Sie unterwegs. Sehen Sie hier die aktuellsten Videos.

Bildergalerien

  • Workshop Radioempfang 

    Letzte Aktualisierung:  24.05.2012