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  • Hintergrund • Das Spektrum der deutschen Fernsehsendungen

  • Von Testbild zur Werbeunterbrechnung

 erstellt am 19.04.2010 von Charleen Lamczyk

Unter einer Fernsehsendung versteht sich eine Gruppe thematisch oder redaktionell zusammenhängender bewegter Bilder, die von einer Rundfunkanstalt ausgestrahlt und von einer Empfangsanlage beim Zuschauer empfangen und auf einem Anzeigegerät ausgegeben werden können.

 
 
So unterbrach das ZDF sein Programm in früheren Zeiten
Bild: ZDF
Eine Bildstörung bei der historischen ARD
Bild: ARD

Die meisten Fernsehender in Deutschland sind täglich 24 Stunden in Betrieb. Das war nicht immer so. Bis zum Anfang der 90er Jahre und somit bis zur endgültigen Teilung des Marktes wurden auf allen deutschen Sendern aus Kostengründen nächtliche Sendepausen (von 01.00 bis 07.00 Uhr) durchgeführt.
 
In dieser Zeit wurde lediglich ein Testbild mit einem Testton gesendet. Die Sendepause diente dabei teilweise auch dazu, die Bild- und Tonqualität zu beurteilen sowie Fehler zu finden.  Darüber hinaus gab es im Fernsehen zwischen den einzelnen Sendungen kurzzeitige Pausen. Häufig handelte es sich dabei um Umschaltpausen, beispielsweise um zwei Programme, die von unterschiedlichen Sendern ausgestrahlt wurden, nacheinander zu übertragen (zwischen Tagesschau und Wetterbericht zum Beispiel).

Damals wurden diese Pausen häufig mit der Einblendung einer Tafel gefüllt, die die Aufschrift "Pause", "Kurze Pause" oder "Gleich geht's weiter" trug. Bei längeren Pausen erfolgte darüber hinaus in der Regel eine musikalische Untermalung. Seltener gab es kurze Pausenfilme (z.B. mehrere Singvögel oder einen sich drehenden Blumenstrauß), bei denen häufig das Wort "Pause" eingeblendet wurde.
Heutzutage werden die Sendungen bei den meisten Privatsendern regelmäßig und ohne technischen Hintergrund durch Werbeblöcke unterbrochen. Da sich derartige Sender hauptsächlich über Werbeeinnahmen finanzieren, soll der Zuschauer durch das aktive Fernsehprogramm dazu angehalten werden, die Reklame zu sehen.

ARD und ZDF finanzieren sich nur zu einem kleinen Teil durch Werbung und zeigen diese daher einerseits seltener und andererseits nur bis 20 Uhr. Außerdem unterbrechen sie nie Filme durch Reklame (abgesehen von der Ersetzung der Abspänne durch Eigenwerbung). Alle übrigen öffentlich-rechtlichen Programme hingegen sind komplett werbefrei.

Das Angebot der Fernsehformate ist in Deutschland sehr vielfältig und verschiedenartig. So gibt es journalistische Sendungen, Sportsendungen, Unterhaltungssendungen, Serien, Filme und viele andere Formate. Teilweise existieren sogar Spartensender, die auf die Übertragung genau eines Fernsehformates spezialisiert sind (beispielsweise überträgt Eurosport ausschließlich Sportfernsehen).

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Dienstag, 09.11.2010
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