Facebook testet neuen Feed für Lokales

11.01.2018, 09:50 Uhr, jrk

In den USA beginnt Facebook in sechs Städten mit einem Test für einen separaten Feed für lokale Nachrichten und Veranstaltungen. Das Unternehmen möchte es den Nutzern erleichtern, lokale Nachrichten aus geprüften Quellen zu finden.


Der Test läuft derzeitig in den Städten New Orleans (Louisiana), Little Rock (Arkansas), Billings (Montana), Peoria (Illinois), Olympia (Washington) und Binghamton (New York). In "Today In" sollen nur Nutzer, die in den Gebieten leben, Zugriff auf lokale Informationen, Storys von regionalen Verlage oder Warnungen der lokalen Behörden haben.


Um Fakenews zu minimieren, sollen alle Nachrichtenverleger, die in dem Feed erscheinen, durch das News-Partnership-Team des Unternehmens geprüft werden. Das Team wird vom ehemaligen NBC-Nachrichtensprecher Campbell Brown geleitet.

Die Einführung des Feeds ist Teil der von Facebook ins Leben gerufenen Journalism Project Initiative.

Bereits im Laufe des Vorjahres hatte Facebook eine Reihe von Nachrichtenfeeds getestet. Alle diese Maßnahmen sind ein Beitrag gegen Fakenews im sozialen Netzwerk.

Fraglich ist, ob auch genügend Verlage und Veranstalter diesen neuen Feed nutzen werden. Der Erfolg wird davon abhängen, ob genügend User diesen nutzen und die Unternehmen dann auch Zugriffe generieren können.

In Zukunft möchte Facebook den neuen Feed auch in weiteren Städten testen. Und dann soll es auch die Möglichkeit geben, dass die Nutzer Städten folgen können, in denen sie derzeit nicht leben (zum Beispiel ihrer Heimatstadt).

"Local" war in den letzten 18 Monaten ein Thema für Facebook. Im Herbst letzten Jahres kamen Feeds für Lokalpolitiker in das Netzwerk und der Marketplace, die Plattform für Menschen, die gebrauchte Waren an ihre Nachbarn verkaufen, wurde erweitert.

Im November hat Facebook außerdem seine Standalone-Event-App in "Facebook Local" umbenannt. Dabei wird den Nutzern angezeigt, wo sie Restaurants und Veranstaltungen in der Nähe finden können. Diese App ist laut einem Unternehmenssprecher komplett von der neuen lokalen Nachrichtensektion getrennt.

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