Mehr Details zu Vodafones Gigabit-Initiative

11.09.2017, 16:05 Uhr, jk

Beim schnellen Internet ist die Bundesrepublik im weltweiten Vergleich bekanntlich weit hinterher. Der Netzbetreiber Vodafone ergreift jetzt die Initiative, um Deutschland zur "GigabitGesellschaft" zu machen.


In den nächsten vier Jahren ist jeder Dritte in Deutschland mit schnellem Internet versorgt - zumindest, wenn es nach Vodafone gehen würde. Und "schnell" bedeutet diesmal tatsächlich eine hohe Geschwindigkeit, bei der "GigaOffensive" spricht man von Gigabit-Speed. Das entspricht umgerechnet in eine Downloadrate etwa 125 Megabyte pro Sekunde. Bislang bietet man lediglich Tarife mit höchstens halber Geschwindigkeit an.


Dass das nicht ganz kostenlos ist, dürfte klar sein. Für die Modernisierung in Gemeinden und Gewerbegebieten werden bereits zwei Milliarden Euro veranschlagt. Der Anfang des Ausbaus soll in den Bundesländern Bayern und Sachsen erfolgen, danach in den elf weiteren, in denen Vodafone Internet anbietet. Schlussendlich ist es angepeilt, 12,6 Millionen Haushalte mit Gigabit-Anschluss zu versorgen.
 
Besonders auch im ländlichen Raum will Vodafone die Gemeinden unterstützen, die bisher vom Bund geförderte Glasfasernetze aufbauen. Vodafone mietet beim Modell "GigaGemeinde" dafür die lokale Infrastruktur an, verlegt die neue Anbindung und betreibt anschließend aktiv das Netz. Dadurch sollen etwa eine Million Haushalte und zwei Millionen Menschen versorgt werden.
 
Und weil das noch nicht genug der Marken wäre, ruft man auch "GigaGewerbe" ins Leben. "Nachfrageorientiert" sollen Firmen ans Netz geschlossen werden. Für manche Gewerbe seien schnelle Leitungen nämlich überlebenswichtig, eigene Glasfaseranbindungen in Gewerbegebieten jedoch viel zu teuer. 

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