Hintergrund • Schüsselmontage ohne bohren

Antenne auf dem Flachdach installieren

 erstellt am 05.07.2010 von Thomas Riegler
Wie wir aus zahlreichen Anfragen wissen, beschäftigt viele Leser die Frage, wie man eine Sat-Antenne an einem Haus installieren kann, in dem man eine Eigentumswohnung besitzt oder Mieter ist. Neben der unauffälligen und geheimen Installation von Kleinstspiegeln gibt es durchaus Möglichkeiten, auch Schüsseln normaler Größe anzubringen.
 
 

Dies ist zum Beispiel der Wunsch von Herrn F., der eine Eigentumswohnung ohne Balkon im obersten Stockwerk eines Hochhauses bewohnt. Über ihm befindet sich ein Flachdach. Dieses bietet sich als Aufstellungsort für die Satellitenanlage an, da es von der Straße nicht einsehbar ist.

Einverständnis einholen

Auf dem Flachdach befindet sich eine Beschüttung aus Schotter. Ferner ist eine Blitzschutzanlage vorhanden
Bild: Auerbach Verlag

Einfach heimlich, still und leise wollte Herr F. seine Anlage nicht auf dem Dach anbringen. Schon sein erster Kontakt mit der Hausverwaltung verlief überraschend positiv. Ja, er dürfe eine eigene Schüssel aufbauen. Allerdings seien bauliche Veränderungen zu vermeiden und vor allem dürfe nicht gebohrt werden.
 
Außerdem müsse er die Schüssel mit der vorhandenen Blitzschutzanlage verbinden. Die Vorgaben erscheinen logisch, denn aus Erfahrung weiß man, dass Bohrungen in Flachdächern oftmals undicht werden und aufwendige Sanierungen nach sich ziehen können.
 
Das musste auch schon mancher Bastler erfahren, der seine Anlage zum Beispiel auf dem flachen Garagendach seines Eigenheims installiert hatte.

Ausgangssituation

Unter der Beschüttung liegt ein Flies, auf dem wir unsere Anlage aufbauen werden
Bild: Auerbach Verlag
Auf vorher platzierte Hartgummiplatten werden Betonplatten ausgelegt, auf die später der Standfuß gestellt wird
Bild: Auerbach Verlag
Nun werden die Betonplatten in die zuvor zur Seite geräumte Beschüttung wieder eingebettet
Bild: Auerbach Verlag

Auf dem Flachdach befindet sich eine Beschüttung aus gewaschenem Schotter. Darunter schützt ein Flies die das Gebäude abdichtende Polyesterfolie. Sie darf keinesfalls beschädigt werden. Weiterhin ist eine Blitzschutzanlage mit einer Maschenweite von 2 Metern (m) vorhanden.
 
Das Prinzip, nach dem eine Satellitenanlage aufgebaut werden kann, ist ausgesprochen einfach und beruht auf bereits bekannten Möglichkeiten. Erinnern wir uns dazu an einen typischen Balkonständer für die Sat-Antennen- Montage, der mit einer Waschbetonplatte beschwert wird. Genau dieses Prinzip kommt auch bei Herrn F. zur Anwendung.
 
Der Unterschied besteht darin, dass er zu einem größeren, stabileren und schwereren Modell greifen muss, wofür sich eine Eigenbaulösung anbietet. Der selbst zusammengeschweißte Ständer ist aus rostfreiem Formstahl mit einer Kantenlänge von 50 Millimetern (mm) gefertigt.
 
Seine Größe ist so ausgelegt, dass auf ihm vier 50 x 50 Zentimeter (cm) große Waschbetonplatten Platz finden. Somit nimmt die Grundfläche des Standfußes rund 1 Quadratmeter ein. In seinem Zentrum wird ein 1,2 m langes verzinktes Stahlrohr mit einem Durchmesser von 6 cm angeschweißt.
 
Um den Standfuß absolut waagerecht ausrichten zu können, sind an den Enden der Unterseite der Profilstahl- Elemente Bohrungen vorgesehen, durch die verzinkte Schrauben der Größe M10 von unten durchgesteckt und am Standfuß mit Muttern befestigt werden. Damit liegt die Konstruktion nicht flach auf den Betonplatten auf, sondern steht nur auf den Schraubenköpfen.
 
Durch Hinein- oder Herausdrehen erlauben sie, den Antennenträger exakt auf Lot einzurichten. Es ist sehr wichtig, dass der Antennenmast absolut senkrechtgen Himmel ragt, denn nur so wird später ein komfortables Ausrichten der Schüssel erreicht. Außerdem ist ein gerader Mast bei der Installation einer Drehantenne zwingend erforderlich.


Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Dienstag, 09.11.2010