Hintergrund • Störungen finden und beheben

Wenn nichts mehr geht

 erstellt am 18.06.2010 von Thomas Riegler
Störungen finden und beheben Tritt eine Störung an der Sat-Anlage auf, ist guter Rat teuer. Ursachen gibt es viele – je umfangreicher die Anlage, desto mehr Stellen, die eine Beeinträchtigung hervorrufen können. Fehler können am LNB, Multischalter, an der Verkabelung und dem Receiver auftreten, aber auch äußere Einflüsse, wie heftige Stürme, können Probleme verursachen.
 
 

Mögliche Fehler lassen sich selbst mit minimalem Aufwand lokalisieren und können mitunter sogar auf die Schnelle beseitigt werden – was Ihnen eine Menge Geld sparen kann. Sollten Sie nämlich tatsächlich die Hilfe eines Technikers benötigen, können Sie ihm bereits genau sagen, wo der Fehler liegt. Müsste er ihn selbst aufspüren, dürfte das Stunden wertvoller Arbeitszeit kosten.

Fehler durch Witterung

Diese Antenne ist zwar sturmgeschützt montiert, aber die davor gepflanzten Bäume könnten mittelfristig zum Problem werden
Bild: Auerbach-Verlag

Um einen problemlosen Empfang zu ermöglichen, muss die freie Sicht von der Schüssel zum Satelliten gewährleistet sein. Damit das auch so bleibt, sollte man bereits vor der Antennenmontage auf großzügige Freiräume achten. Während umliegende Gebäude in der Regel ausreichend berücksichtigt werden, wird Bäumen und Ziersträuchern meist nur geringe Beachtung geschenkt.
 
Sie wachsen im Laufe der Jahre jedoch nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite. Außerdem sind Bewegungen von Ästen im Wind nicht zu unterschätzen: Schaut die Schüssel zu nahe an einem großen Baum vorbei, kann es bei Sturm wiederholt zu kurzen Empfangsunterbrechungen kommen, wenn sich Äste zwischen Satellit und Antenne schieben.
 
Bei Anlagen, die im Winter installiert wurden, tut man sich zudem meist schwer, die Blätterpracht naher Bäume richtig einzuschätzen. Schon viele Besitzer einer Sat-Anlage mussten erleben, wie mit dem Sprießen der Blätter der Empfang von Tag zu Tag schlechter wurde. Das Problem lässt sich nur beseitigen, indem man Bäume oder Sträucher zurechtstutzt bzw. die Antenne gleich an einem neuen Ort installiert.

Sturmschäden

Überprüfen des Tuners: Am Sat-ZF-Eingang müssen rund 18 V für horizontale und 14 V für vertikale Signale bereitstehen
Bild: Auerbach-Verlag

Vor allem im Frühjahr brausen alljährlich heftige Stürme übers Land. Windgeschwindigkeiten bis über 100 Kilometer pro Stunde und böenartige Windstöße bedeuten für jede Satellitenschüssel enorme mechanische Beanspruchungen.
 
Damit sie den Widrigkeiten der Witterung standhalten kann, muss die Schüssel sehr gut am Mast befestigt sein, auch die Schrauben für die Elevationseinstellung müssen fest angezogen sein.
 
Je exponierter eine Antenne angebracht ist, desto wichtiger ist es, auf die Befestigung zu achten. Ist die Schüssel nicht ausreichend montiert, kann sie der Wind verstellen: Klötzchenbildungen auf mehreren Kanälen oder sogar ein Totalausfall können die Folge sein.

Mängel an der Anlage


Bereits die Art des Fehlers sagt einiges über die möglichen Ursachen aus. Für eine fundierte Analyse ist deshalb zuerst der Empfang mehrerer Sender zu überprüfen. Mindestens ein Sender auf der horizontalen bzw. vertikalen Polarisationsebene des oberen und unteren Ku-Bandes sollte einer Kontrolle unterzogen werden. Die Tabelle zeigt, nach welchen Schaltkriterien die einzelnen Empfangsebenen angewählt werden. Häufig gibt es Probleme mit der 18-Volt-Speisespannung. Das bedeutet, dass im unteren und oberen Ku-Band kein einziger horizontaler Sender empfangbar ist.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Dienstag, 09.11.2010