Sullivan verteidigt neues Preismodell für Sky Sportsbars

12.08.2013, 10:39 Uhr, ps

Sky-Geschäftsführer Brian Sullivan betrachtet das neue Preismodel für die Sky Sportsbars grundsätzlich als fair. Immerhin seien Standortfaktoren ein wichtiger Indikator dafür, wie viel zusätzliche Umsätze einzelne Wirte über die Sportübertragungen des Pay-TV-Anbieters erwirtschaften können.


Seit einigen Wochen sorgt das neue Preismodell für die Sky Sportsbars für Wirbel. So berücksichtigt der Pay-TV-Anbieter bei der Berechnung der monatlichen Gebühren für die Gastwirte seit Neuestem auch Standortfaktoren der jeweiligen Kneipen. Das Ergebnis: Wirte, die Sportsbars an belebten Orten betreiben, zahlen mehr, als solche die ihre Kneipen etwa im ländlichen Raum haben. In einem Interview aus der Montagsausgabe des "Handelblatt" verteidigt Sky-CEO Brian Sullivan das neue Modell. Grundsätzlich sei es fairer als die bisherige Preispolitik.

"In anderen Ländern basieren die Gebühren auf dem Umsatz der entsprechenden Bars, so dass steigende Kosten fair aufgeteilt werden können", so Sullivan. Einen entsprechenden Einblick in die Geschäftszahlen der Sportsbarskunden habe man bei Sky Deutschland allerdings nicht, weshalb es stattdessen sinnvoll sei, Standortfaktoren für die Berechnung der Abo-Preise heranzuziehen. "Es ist aus meiner Sicht nachvollziehbar, dass eine Bar mit 500 Quadratmetern in der Nähe eines Bundesligisten mehr bezahlt als eine Bar der selben Größe hunderte von Kilometern entfernt", so der Sky-Chef weiter. Die neue Preisstruktur würde sich deshalb nicht nur auf die Größe der jeweiligen Bar beziehen, sondern auch auf die Nähe zu Fußballvereinen und die lokale wirtschaftliche Situation.
 
Dass sich dabei die Preise für einige Gastwirte erhöhen würden, gestand Sullivan ein. Allerdings würden andere Gastwirte nach dem neuen Modell nun sogar weniger bezahlen als bisher. Sky sei zudem einer der wichtigsten Umsatztreiber für die jeweiligen Bars, wobei in jedem Falle nur ein Bruchteil des jeweiligen Umsatzes an Sky zurückgehen würde. Die meisten Barbesitzer hätten die Ausgaben für ihr Jahresabo mit den Einnahmen, die sie aus zehn Spielen erzielen, amortisiert. Einer Kündigunswelle sieht man sich laut Sullivan nicht ausgesetzt. Insgesamt habe es nach der Umstellung auf das neue Preismodell weniger Kündigungen von Seiten der Wirte gegeben, als man intern erwartet hatte. 
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