Top oder Flop - Welche Berlinale-Filme lohnen sich?

09.02.2019, 09:30 Uhr, dpa

Bei den 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin konkurrieren 17 Filme um die Preise, den Goldenen und die Silbernen Bären. Aber welcher Film lohnt und welcher nicht? Ein paar Einschätzungen zum Mitreden:


"The Kindness of Strangers" von Lone Scherfig (Dänemark): Sozialdrama mit Bill Nighy über mehrere Menschen in Lebenskrisen, deren Wege sich in New York kreuzen. Pro: Den Schauspielern gelingen feine Charakterstudien und einige ironische Momente. Contra: Die vorhersehbare Handlung gleitet in den Kitsch ab.


"Systemsprenger" von Nora Fingscheidt (Deutschland): Drama über ein aggressives Mädchen, das von einer Betreuung in die nächste geschoben wird. Pro: Emotionale und genau erzählte Studie über die Probleme der Gesellschaft, mit dem Kind umzugehen. Contra: Die psychologische Härte könnte für manche Zuschauer schwer auszuhalten sein.

"Grâce à Dieu" von François Ozon (Frankreich): Der Film basiert auf einem wahren Fall - drei Männer machen öffentlich, wie ein katholischer Priester sie früher missbraucht hat. Pro: Das politische Engagement Ozons und die Aktualität. Contra: Die Erzählweise ist gerade am Anfang arg holprig und distanziert.

"Öndög" von Wang Quan'an (China): Porträt einer mongolischen Hirtin, die auf ihre Selbstständigkeit pocht und sich keinem Mann unterordnen will. Pro: Beeindruckende Bilder lassen das Publikum die Weite der Steppe spüren. Manche skurrile Szene bleibt im Kopf. Contra: Eine Botschaft ist eher schwer auszumachen.

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