Vodafone zieht immer engere Kreise um Unitymedia

23.10.2018, 09:07 Uhr, PMa

Schon bald könnte Unitymedia endgültig in die Hände von Vodafone geraten. Was den Briten dazu noch fehlt, ist die Zustimmung der EU-Kommision. Diese hat das Unternehmen jetzt beantragt.


Wie das "Handelsblatt" berichtet, stecken das britische Unternehmen Vodafone und die Kölner Firma Unitymedia mitten in der lang angekündigten Übernahme. Demnach hat Vodafone diesen Schritt jetzt bei der EU-Kommission beantragt.


Die Übernahme der Unitymedia durch Vodafone scheint damit kurz bevor zu stehen. Das Bundeskartellamt hat circa zwei Wochen Zeit, um deren Prüfung zu beantragen. Vor Dezember kann der Telekommunikations-Riese jedoch mit keiner Aussage aus Brüssel oder Bonn rechnen.
 
Übernimmt Vodafone die Unitymedia entstehe, so sieht es zumindest der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK), ein neuer Gigant im deutschen TV- und Breitbandmarkt. Die viel diskutierte Fusion bringe dann "rund 12,5 Millionen TV- und etwa sieben Millionen Internetkunden, was über 30 Prozent Marktanteil bedeutet", fasste der FRK in einer Pressemitteilung bereits im Frühjahr zusammen. Erst 2015 übernahm Vodafone Kabel Deutschland. Unitymedia ist in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg vertreten.
 
Laut "Handelsblatt" sehen die Wettbewerber Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland die Übernahme kritisch. Telefónica warnte demnach vor einer "erheblichen Gefahr für Verbraucher, den Glasfaserausbau und den Wettbewerb in Deutschland". Weiter heißt es, dass die Übernahme "zu einer Quasi-Monopolisierung des deutschen TV-Kabelmarkts sowie einem Duopol im Breitband-Festnetzmarkt führen würde."

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