[mh] Köln/Dresden - Obwohl das Landgericht Köln und das Oberlandesgericht Dresden zu unterschiedlichen Urteilen bezüglich der von der VG Media geforderten Vergütung von EPG-Daten gekommen sind, bestätigen beide Gerichte, dass ein Urheberrechtsverstoß vorliegt.
Verwirrung um mögliche Gebühren für die Nutzung von Bild- und Textmaterialien für elektronische Programmführer: Das Oberlandesgericht Dresden urteilte, dass EPG-Anbieter für diese Daten an die VG Media, die Verwertungsgesellschaft der privaten Programmveranstalter, zahlen müssen. Das Landgericht Köln hingegen sieht keine Gründe für die geforderte Vergütung programmbegleitender Informationen.
In der aktuellen Ausgabe des DIGITAL INSIDER werden beide Urteile näher beleuchtet. Während die Entscheidung des OLG Dresden rechtskräftig ist, feilt die VG Media an der Revision zum Richterspruch aus Köln. Unter anderem geht es darum, ob die VG Media überhaupt berechtigt ist, für programmbegleitende Informationen eine Vergütung zu verlangen. Dies haben die Kölner Richter verneint, wenngleich sie feststellten, dass solche Informationen dem Urheberrecht unterliegen und damit schutzwürdig sind. Damit ist die Grundlage für eine Vergütung geschaffen.
Darüber hinaus geht es dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), der die Klage vor dem LG Köln angestrengt hat, um weitere Bedingungen, die die VG Media mit der Nutzung programmbegleitender Informationen in EPGs verknüpft. Welche Bedingungen das sind, warum die VG Media eventuell nicht berechtigt ist, eine EPG-Vergütung zu verlangen und inwiefern Endgerätehersteller betroffen sind, lesen Sie im aktuellen DIGITAL INSIDER. Weitere Informationen finden Sie unter www.digital-insider.de.
AW: EPG-Daten unterliegen dem Urheberrecht kaum zu glauben, dass Urheberrechtsgesellschaften bei Verbesserung des Service auch noch mit verdienen wollen.
AW: EPG-Daten unterliegen dem Urheberrecht Es geht doch um EPGs von Anbietern wie tvtv und nicht um die EPG, die die Sender selbst mitsenden. Denn wieso sollte die VG Media, die ja zu 100% ProSiebenSat.1 und der RTL Gruppe gehört sich selbst auf Urheberrechtsverletzung verklagen. Macht doch keinen Sinn.
AW: EPG-Daten unterliegen dem Urheberrecht Die VG Media verlangt ja selbst von Receiver-Herstellern Urheberrechtsgebühren, weil diese die EPG ja anzeigen und mit dem Verkauf ihrer Geräte ja Geld verdienen.
AW: EPG-Daten unterliegen dem Urheberrecht Absurdistan pur.
Und eigentlich müssste ja für jeden neuen Fernseher eine Abgabe an die VG-Media, schließlich können die ja auch die Fernsehprogramme wiedergeben ...
Den über DVB-C direkt empfangenen Sender-EPG aufzubereiten kann IMHO nicht von diesen Urheberrechten tangiert werden, wohl aber unabhängige, senderübergreifende EPG's wie tvtv oder tvbrowser.
Wenn die eingeforderten Urheberrechtsabgaben moderat sind, könnten Anbieter wie tvtv das noch bewältigen, weil die ja nutzerbezogen abrechnen können (bei Zugriff über's Netz) und bei der Hardware wäre Refinanzierung eventuell über Provisionen beim Geräteverkauf möglich. An dieser Stelle dürfte das jene Gerätehersteller tangieren, die tvtv integrieren (möchten). Auf Dauer kostenlos wäre dann schwierig.
Für freie Dienste wie der tvbrowser ist das aber kastastrophal, da die dann auf VG-Media-Sender verzichten müssten.
Ich vermute allerdings, dass die Forderungen der VG-Media derart unverhältnismäßig sind, so dass sich das ganze auch für tvtv nicht mehr wirtschaftlich lohnen täte!
Mir kommt da der Verdacht, dass so sender- und plattformübergreifende EPG's verhindert und kaputt gemacht werden sollen, denn dadurch wird man ja auf andere bessere Angebote aufmerksam. Für mich ist das eine konsequente Fortsetzung der Qualitätsverhinderungsstrategie der Content-Verwurstungs-Maffia, um deren fade Inhalte besser vergolden zu können.
Die großen Kommerzsendergruppen zerstören sich gerade selbst:
Pro7Sat1 wird von den Heuschrecken zerfressen und die RTL-Gruppe schützt sich erfolgreich vor Zuschauern durch Zugangshürden wie HD+ oder EPG-Verweigerung...
AW: EPG-Daten unterliegen dem Urheberrecht Das System dürfte wohl egal sein, da der EPG (EIT) entsprechend des DVB Standards verschlüsselt sein kann. Diese habe ich bisher allerdings noch nicht gesehen.
Aktuelle Testberichte aus DIGITAL FERNSEHEN jetzt online:
.
Rover Master STC
...
Die Messgerätebranche wächst stetig. Vor allem im Bereich der Messung von Satellitensignalen buhlten die Hersteller in den letzten Monaten um die Gunst der Interessenten. Rover setzt nun mit seinem Multiband-Messempfänger neue Maßstäbe.
Stattliche 4 499 Euro verlangt Sony für das neue 46-Zoll-LCD-Modell. Den hohen Preis rechtfertigen soll die Vollausstattung mit Netzwerk- und USB-Schnittstelle sowie eine runderneuerte Hintergrundbeleuchtung. Zusätzlich befindet sich ein DVB-C-Tuner im Gerät.
In das neue Kunstobjekt "Aurea" von Philips ist eine 100-Hertz-Technologie serienmäßig integriert. Sie soll zusammen mit einer umfangreichen Bildbearbeitung für eine ungeahnte Schärfedarstellung sorgen.