TV-Formate für Streamingdienste?

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Bisher sind Netflix, Amazon und Co. für aufwendige Serien und Filme bekannt. Auch Show- und Entertainmentformate könnten bald Teil der Streamingdienste sein.

Die neusten Erkenntnisse über den Streamingmarkt kommen von der weltgrößten Fernsehmesse Mipcom in Cannes. Dort kommt die Vermutung auf, dass es bald Eventfernsehen auf Abruf gibt, berichtet die „Taz“.

Demnach ist einer, der auf der Mipcom intensiv mit den Internetanbietern über mögliche Projekte gesprochen hat, René Jamm. Jamm ist Geschäftsführer von Warner TV Deutschland. So hat er jüngst die Nacktdating-Show „Adam und Eva“ produziert. Im November wird die Auftaktfolge im TV bei RTL zu sehen sein. Alle anderen Folgen können Zuschauer dann auf „TV Now“ abrufen. Dafür hat der Medienmann eine Erklärung gegenüber der „Taz“ parat: „Prinzipiell haben bestimmte große Show- und Entertainmentmarken einen hohen Wert und sind damit plattform­unabhängig.“ 
 
So könne er sich vorstellen, dass sich für Streaming-Plattformen der Erfolg über „über spektakuläre Live-Shows“ einstellt, „so wie früher bei ‚Schlag den Raab‘ oder beispielsweise das ‚Dschungelcamp‘.“ Die klassische Show dagegen dürfte es seiner Meinung nach allerdings schwer haben, weil auf den Plattformen keine Prime-Time-Struktur bestehe. Im Sportbereich, so Jamm, könnte es allerdings funktionieren. 
 
Solche Formate könnten darüber hinaus schneller und preiswerter produziert werden als aufwendige Serien und Filme, gibt seine Kollegin Ute Biernat von der UFA zu bedenken. Das sei der Grund für die steigende Nachfrage bei den Abrufdiensten. Für Sky produzierte sie eine Version von „X Factor“ mit Thomas Anders, Sido und anderen Showstars als Juroren. [PMa]

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