Krieg den Maschinen! – Terminatoren & Transformatoren

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Krieg den Maschinen! – Terminatoren & Transformatoren, Teil 5

Chronologischer Kreislauf durch Zeitsprünge

Nackte Haut

So simpel diese dramatische Anordnung aus heutiger Sicht erscheint, so genial war sie damals in den 1980er Jahren, als der Film in die Kinos kam. Ein Killerroboter, der sich als Mensch tarnt, wirkt unheimlicher als eine offensichtliche Maschine. Konnte das Vorgängermodell, der T-600, laut Reeses Beschreibung noch aufgrund seiner gummiartigen Haut erkannt werden, ist der T-800 die äußerlich nahezu perfekte Kopie eines lebenden, atmenden Menschen.

(Kopie 1)

Der Mann, der den Klang gehörfeindlich kreischender E-Gitarren salonfähig gemacht hat, kommt jetzt in hochauflösender Ton- und Bildqualität. In „verlustfreiem“ HD-Sound kann man jetzt den Gitarristen bewundern, der sein Instrument nach Benutzung am liebsten in Brand oder optional in den Verstärker steckte. Ein Widerspruch in sich? Schon möglich, aber nichtsdestotrotz nutzte Hendrix Verzerrung und Rückkoppelung als einzigartiges musikalisches Ausdrucksmittel und die Blu-ray bietet die bisher hochwertigste Wiedergabequalität.
 
Der Knackpunkt liegt woanders: Die mehr als 40 Jahre alte Aufnahmetechnik hat mit dem heutigen Standard nichts mehr gemein. Die Folgen sind ein grobkörniges Bild und undifferenzierter Sound. Hier ist selbst das beste Remastering machtlos. Wen das alles nicht abschrecken kann, der erlebt einen stets Kaugummi kauenden Jimi in Höchstform. „Foxey Lady“ und „Hey Joe“ schmettert der Meister mit gewohnter, an Gleichgültigkeit grenzender Gelassenheit.

Die Bedrohung scheint unvorhersehbar. Hätte James Cameron damals noch weiter mit dem Thema gespielt und den Terminatoren ein eigenes Bewusstsein gegeben, dann hätten sie sich vermutlich wie in Stanislaw Lems Novelle „Die Maske“ bis zu der Erfüllung ihres einprogrammierten Auftrags selbst für Menschen gehalten. Doch Cameron ging einfachere Wege. Er begnügte sich damit, die Menschenähnlichkeit als Angstmittel zu verwenden.
 
Das ist aber nicht der einzige Grund für die organische Schicht auf dem metallenen Körper des Terminators, wie Kyle Reese dem Arzt Dr. Silberman erklärt: „Man reist nackt. Irgendwas wegen dem Feld, das vom lebenden Organismus erzeugt wird. Alles Unbelebte bleibt da.“ Weder Waffen noch sonstige Technologien können also transportiert werden. Mit der Haut, die sogar Schweiß hervorbringen kann, bedienen sich die Maschinen also eines Tricks, um das benötigte Biofeld für die Zeitreise aufzubauen.
 

Verworrener Stammbaum

Die Bedrohung scheint unvorhersehbar. Hätte James Cameron damals noch weiter mit dem Thema gespielt und den Terminatoren ein eigenes Bewusstsein gegeben, dann hätten sie sich vermutlich wie in Stanislaw Lems Novelle „Die Maske“ bis zu der Erfüllung ihres einprogrammierten Auftrags selbst für Menschen gehalten. Doch Cameron ging einfachere Wege. Er begnügte sich damit, die Menschenähnlichkeit als Angstmittel zu verwenden.

 
Das ist aber nicht der einzige Grund für die organische Schicht auf dem metallenen Körper des Terminators, wie Kyle Reese dem Arzt Dr. Silberman erklärt: „Man reist nackt. Irgendwas wegen dem Feld, das vom lebenden Organismus erzeugt wird. Alles Unbelebte bleibt da.“ Weder Waffen noch sonstige Technologien können also transportiert werden. Mit der Haut, die sogar Schweiß hervorbringen kann, bedienen sich die Maschinen also eines Tricks, um das benötigte Biofeld für die Zeitreise aufzubauen.

Der Sprung in die Vergangenheit spielt überhaupt eine sehr große Rolle in der Handlung der „Terminator“-Filme. Es entsteht eine Art chronologischer Kreislauf, der Ursache und Wirkung zusammenbrechen lässt. Das eine bedingt das andere, was wiederum das Erste verursacht: Kyle Reeses Rettungsaktion führt dazu, dass er selbst zum Vater von John wird. Connor wiederum sorgte in der Zukunft dafür, dass sich der junge Kyle in das Bild von Sarah verliebt.

 
Um keine Verwirrung zu stiften, erwähnt er gegenüber dem bedeutend jüngeren Mann nicht, dass er sein Vater ist. Gleiches gilt für Sarah, die durch Kyle den Namen ihres Kindes erfährt – der Kreislauf liegt also in sich selbst begründet und irgendwie ist jeder mir jedem verwandt, was zu heiklen Situationen führt, die die Geschichte umso unterhaltsamer machen. Doch das sind alles nur kleine Mätzchen im Gegensatz zu dem, was der Sprung des T-800 bewirkt.

 
Sein Körper beinhaltet ironischerweise die Technologie, die das IT-Unternehmen Cyberdyne benötigt, um die künstliche Intelligenz Skynet zu entwickeln. Erst die Existenz von Skynet löst die Apokalypse bzw. den Tag des Jüngsten Gerichts aus.

 
Der Maschine wurde die Kontrolle über alle Tarnkappenbomber des US-Militärs gegeben, um die Fehlerhaftigkeit menschlicher Entscheidungen im Ernstfall zu eliminieren. Das System entwickelt bereits 25 Tage nach der Inbetriebnahme eine eigene Persönlichkeit samt Bewusstsein, beginnt die Menschheit als Feind zu betrachten und trifft innerhalb weniger Mikrosekunden die Entscheidung für deren komplette Eliminierung.

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