5 Tipps zum Strom sparen beim Fernsehen

21.07.2017, 19:01 Uhr, fp

Während es sich die ganze Familie vor dem Fernseher gemütlich macht, laufen so manche Stromzähler zur Höchstform auf. Dabei ist es so einfach, ganz entspannt beim Fernsehen Strom zu sparen.


Ein nicht zu unterschätzender Anteil des Stromverbrauchs kommt der privaten Unterhaltungselektronik zu. Allein 25 Prozent gehen auf Kosten der TV Geräte und PCs. Gerade wenn der Fernseher am Tag durchschnittlich 4 Stunden läuft, schlägt dies mit einem ordentlichen Budget zu Buche. Im Gegenzug lässt sich hier ein enormes Einsparpotenzial ausmachen.
 
Insbesondere das Wohnzimmer verursacht neben der Küche die meisten Kosten in der Stromrechnung. Wer allein auf die Standby Funktion verzichtet, hat die Chance, aufs Jahr gerechnet 50 € einzusparen. Doch nicht nur der Fernseher allein verschlingt jede Menge Energie, selbst Kleinigkeiten wie zum Beispiel Gardinen vor der Heizung schlucken 20 Prozent  Auch die passende Einstellung der Heizungsthermostate bildet einen kostensenkenden Faktor. Anfangs dürfte man denken, dass es sich hier nur um Kleinigkeiten handelt. Doch auf das gesamte Jahr gerechnet, kommt eine ordentliche Summe zusammen, die als Plus auf dem Konto bleibt.

Stromsparen beim Kauf der TV Geräte


Wer alles richtigmachen möchte, vergleicht die Stromanbieter miteinander und greift beim Kauf der TV Geräte gleich zu den Modellen der besten Energieeffizienzklasse. Hier ist vom EU Energielabel die Rede, dass ausgehend von Buchstaben und Farben eine einfache Orientierung verspricht, wenn es um sparsame TV Geräte gibt. Zu den sparsamsten Klassen gehören A+ und A++. Dennoch sind immer nur die Fernseher in der gleichen Klasse miteinander zu vergleichen, wie zum Beispiel in Bezug auf die Bildschirmdiagonale. Demnach verbraucht ein kleineres Gerät mit einer vergleichsweise schlechten Energieeffizienzklasse immer noch weniger als ein großer Flatscreen.

Die passende Bildschirmdiagonale auswählen


Als Orientierung verbrauchen die größten Fernseher den meisten Strom. Anhand der Bildschirmdiagonale lässt sich bereits eine Pauschale festlegen, wie viel Stromkosten auf das Konto des Fernsehers gehen. Bei einer Diagonale von 80 cm, was 32 Zoll entspricht, verbraucht der Fernseher ca. 50 kW. Wohingegen ein 55-Zoll-Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 140 cm auf einen stattlichen Verbrauch von 120 kWh im Jahr kommt. Ohnehin sollte sich die Bildschirmgröße immer am Abstand und der Raumgröße orientieren, so dass vom Fernseher ein Mindestabstand von ca. einem Drittel der eigentlichen Bildschirmgröße gegeben sein sollte.

ECO-Modus: Benutzereinstellungen anpassen


Wer sich nicht mit dem Gedanken trägt, ein neues Gerät zu kaufen, sondern mit dem bereits vorhandenen Fernseher einsparen möchte, sollte einen Blick auf die Einstellungen werfen. Schlussendlich lässt sich der Stromverbrauch auch drosseln, wenn Kontrast, Schärfe und Helligkeit auf Normalmodus nach unten gefahren werden. Hier ist es lohnenswert, die Werkseinstellungen des Herstellers zu verändern. Einige Geräte bringen sogar einen Ecomodus mit, der sich einfach per Knopfdruck aktivieren lässt.

Zusatzgeräte ausschalten & Sleep-Timer aktivieren


Oftmals sind neben dem Fernseher auch Zusatzgeräte im Einsatz, wie zum Beispiel Spielekonsole, Sound-System, DVD-Player und Receiver. Diese sollten nur aktiv laufen und dabei Strom verbrauchen, wenn sie wirklich in Benutzung sind. Eine Steckerleiste, auf der alle Geräte aktiv sind, kostet aufs Jahr gerechnet bares Geld. Im Zweifelsfall sollte man einfach den Stecker herauszuziehen.

Nicht gerade Wenige schlafen gern vor dem Fernseher ein. So läuft das TV-Gerät zumeist über die gesamte Nacht, bevor er sich ausstellt. Viel sinnvoller wäre es, einen Sleep Timer einzustellen. Ist die Uhrzeit erreicht, geht der Fernseher in den OFF-Modus.

Eine der bekannten und versteckten Strompreise ist der Standby-Modus aller Elektrogeräte. Der Stromverbrauch in diesem Modus kann den im aktiven Zustand aufs Jahr gerechnet sogar übersteigen. Bestenfalls besitzt das Gerät einen OFF-Button. Wie diese Option, empfiehlt sich eine ausschaltbare Steckerleiste. Diese trennt alle angeschlossenen Geräte ganz sicher vom Stromnetz. Es ist wirklich sinnvoll, konsequent alle Geräte bei Nichtnutzung auszuschalten. Auch der PC im Ruhemodus ist einer der durchschlagenden Kostenfaktoren, der sich ganz einfach minimieren lässt.

Fazit: Fernsehkonsum und Alltag effektiv strukturieren


Prinzipiell ist es entspannend und noch dazu sinnvoll, den Fernsehkonsum über den gesamten Tag hinweg einmal zu überdenken und zu strukturieren. Oftmals laufen die Mattscheiben nur nebenbei am Tag und fressen unnötig viel Strom. Viel sinnvoller wäre es, die gemeinsame Fernsehzeit wirklich wertvoll zu verbringen. Das schont nicht nur das eigene Budget, sondern wirkt sich auch positiv auf die gesamte Familie aus. 

Nicht zuletzt die Auswahl des passenden Stromanbieters macht sich maßgeblich in der Nebenkostenabrechnung bemerkbar. So kommt es oftmals zu Preisunterschieden von bis zu 50 Prozent, wenn Verbraucher zu einem neuen Stromlieferanten wechseln. Bei der Entscheidungsfindung bieten der eigene Stromverbrauch, der Grundpreis und die laufenden Kosten eine konkrete Orientierung. Wer hier einmal genau durchkalkuliert, wird schon im ersten Jahr eine enorme Ersparnis erzielen.

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