ARD/ZDF-Jugendkanal: Erst das Konzept, dann die Entscheidung

12.08.2013, 16:24 Uhr, ps

Bei der Frage nach einem gemeinsamen Jugendkanal von ARD und ZDF steht die Frage nach der Finanzierbarkeit derzeit noch nicht im Raum. Laut Albrecht Gerber, dem Chef der Brandenburger Staatskanzlei, müssten die Anstalten zunächst ein Konzept vorlegen. Auf Basis dessen könne dann entschieden werden, ob und zu welchen Konditionen eine Umsetzung möglich ist.


Seit Monaten läuft die Diskussion um einen möglichen gemeinsamen Jugendkanal von ARD und ZDF auf Hochtouren. Während zumindest die Verantwortlichen in der ARD fest entschlossen scheinen, einen solchen Kanal schnellstmöglich an den Start zu bringen, gibt es längst Skeptiker, die vor zu hohen Kosten oder gar einer damit verbundenen Anhebung des Rundfunkbeitrags warnen. Laut Albrecht Gerber, dem Chef der Brandenburger Staatskanzlei, ist ein derartiges Szenario derzeit jedoch noch längst nicht absehbar.


Im Interview mit dem Magazin "Promedia" vertritt Gerber die Meinung, dass es auf Seiten der Bundesländer erst einmal darum ginge, zu entscheiden, ob ein Auftrag an die Rundfunkanstalten zur Schaffung eines solchen Jugendkanals überhaupt ergehen solle. Zunächst einmal hätten ARD und ZDF den Auftrag, bis zum Ende des Jahres ein Konzept für ein crossmediales Jugendangebot zu erstellen, das TV, Radio und Internet vereint.
 
"Zunächst muss ich wissen, wie ARD und ZDF einen erfolgreichen Jugendkanal konzipieren würden. Ohne Schere im Kopf. Ein solches Konzept müsste darlegen, dass es im Sinne des Grundversorgungsauftrages notwendig ist, einen Jugendkanal zu etablieren", so der Chef der Staatskanzlei. Man brauche eine Antwort auf die Frage, wie ein Jugendangebot ausgestattet sein muss, um erfolgreich zu sein.
 
Sollte das vorgelegte Konzept überzeugen, dann würde sich die Frage nach der Beauftragung nicht mehr stellen, sondern nur noch die nach der Finanzierbarkeit. Bevor es letztlich konkret an die Umsetzung eines Jugendkanals gehen könne, würde auch der für März 2014 erwartete 19. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) vorliegen. Erst dann würde entschieden, ob das vorgelegte Konzept kostenneutral umsetzbar ist oder eine Beitragserhöhung die Folge wäre.

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