Apple-Chef hält sich zu AR-Brille bedeckt

14.02.2017, 17:33 Uhr, buhl

Während viele Technik-Unternehmen die virtuelle Realität in den Fokus rücken, glaubt Tim Cook in Augmented Reality eine zukunftsträchtigere Technologie gefunden zu haben. Zu konkreten Plänen, etwa einer AR-Brille, hält sich der Apple-Chef jedoch bedeckt.


Das Eintauchen in eine alternative Wirklichkeit, fernab der tristen Realität, verspricht VR. Während viele Unternehmen in virtuellen Realitäten die Zukunft sehen, sieht Tim Cook in Augmented Reality (AR) das größere Potential. Seinen bereits im September geäußerten Standpunkt untermauerte der CEO von Apple im Gespräch mit dem britischen "The Independent".


"Anders als Virtual Reality, schließt AR den User nicht von der Außenwelt ab, sondern erlaubt ihm, in der Welt präsent zu sein", führt Cook als großen Vorteil von AR an, zudem glaubt der Apple-Chef, dass die meisten Menschen sich nicht von der Welt aussperren wollen. Mit welchen technischen Mitteln diese Technologie an den Mann gebracht werden soll, darüber wollte Cook jedoch keine Angaben machen.  Gerüchten zufolge soll Apple bereits mit den deutschen Optik-Experten Carl Zeiss an einer AR-Brille arbeiten, was auf der CES in Las Vegas im Gespräch war.
 
Angesichts schwächelnder iPhone-Absätze ist Apple zudem seit längerem bemüht, sich mit neuen Produkten breiter aufzustellen, etwa mit Smart-Home-Anwendungen oder der Smart Watch. Eine smarte Brille, die mittels AR zusätzliche Informationen bereitsstellen würde und die etwa Snap mit "Spectacles" bereits am Markt positioniert hat, würde zu den Bestrebungen passen.
 
Die Aussagen von Cook im "Independent" lassen zudem auf kommende Entwicklungen schließen: "Ich denke, es kann viele Anwendungen geben, die den Menschen im alltäglichen Leben helfen können. Deshalb bin ich so gespannt auf diese Technologie."

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