
- BBC will Fernsehinhalte demnächst kostenpflichtig online stellen
14.01.2012, 09:22 Uhr, sv
Die British Broadcasting Cooperation (BBC) plant die Einführung eines kostenpflichtigen Online-Archivs für ihre Fernsehbeiträge. Das britische Staatsfernsehen will damit einen Teil der Kosten für die Betreuung des umfassenden Videoarchivs wieder einspielen.
Momentan können Zuschauer in Großbritannien die BBC-Beiträge ähnlich wie bei den Mediatheken von ARD und ZDF gratis bis zu sieben Tagen nach der Erstausstrahlung im Fernsehen online im sendereigenen iPlayer abrufen. In dem vorgeschlagenen kostenpflichtigen Archiv sollen dem Nutzer künftig tausende Stunden an Videomaterial gegen ein monatliches Entgelt zur Verfügunge gestellt werden.
Die Einführung von Gebühren soll dabei helfen, zumindest einen Teil der hohen Bereitstellungskosten zu decken, berichtete die Tageszeitung "The Guardian" am Freitag. Es steht eine heiße Diskussion um den Plan zu erwarten, da die Rundfunkgebühr in Großbritannien jährlich bereits mit 145,50 Pfund (etwa 175 Euro) für die Nutzung von BBC-Programmen zu Buche schlägt.
Ein Sprecher des BBC beschwichtigte jedoch, dass die vorgeschlagenen Gebühren kein Zwei-Klassen-Gebührensystem darstellen würden, sondern lediglich ein Micropayment, mit dem die entstehenden Kosten abgedeckt werden sollen, inklusive der Lizenzkosten für die Produzenten der Programme. Zudem sei der Plan bei weitem noch nicht ausgereift und lediglich Teil einer ständig fortlaufenden Ideenkette zur Verbesserung der BBC. Vorschläge wie diese müssten zuvor noch mit Vertretern der Wirtschaft sowie den Rechteinhabern diskutiert werden.
Der Plan würde nur eine kleine Gebühr zur Kostendeckung beinhalten und BBC Worldwide nicht betreffen. Sofern dieses Pay-Per-View Modell abgesegnet wird, tritt es nach derzeitigem Stand nicht vor 2016 in Kraft. In Deutschland planen ARD und ZDF unter dem Projektnamen "Germany's Gold" ein ähnliches Unterfangen mit einer kommerziellen Online-Videothek. Das Vorhaben wird momentan vom Bundeskartellamt geprüft (
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Zitat:
"Momentan können Zuschauer in Großbritannien die BBC-Beiträge ähnlich wie bei den Mediatheken von ARD und ZDF gratis bis zu sieben Tagen nach der Erstausstrahlung im Fernsehen online im sendereigenen iPlayer abrufen."
Nur um evtl Missverstaendnisse zu vermeiden: Das wird sich auch nicht aendern.
Ich halte die Idee uebrigens fuer recht gefaehrlich.
"Momentan können Zuschauer in Großbritannien die BBC-Beiträge ähnlich wie bei den Mediatheken von ARD und ZDF gratis bis zu sieben Tagen nach der Erstausstrahlung im Fernsehen online im sendereigenen iPlayer abrufen."
Nur um evtl Missverstaendnisse zu vermeiden: Das wird sich auch nicht aendern.
Ich halte die Idee uebrigens fuer recht gefaehrlich.

ARD/ZDF planen ja was ähnliches mit dieser "Gold Mediathek". Archivmaterial gegen Bezahlung. Sehe das wie Tom123: damit könnte man Schwierigkeiten kriegen, denn dieses Material wurde auch durch Gebühren finanziert, genauso wie die Archivierung selbst. Nochmals dafür Geld zu verlangen dürfte rechtlich haarig sein.

Verstehe nicht wirklich warum man freiwillig diese "Front" in der Gebuehrendiskussion aufmachen will...

Warum bezeichnen Sie die BBC immer wieder als Staatssender? Sie ist kein Staatssender! Sie ist, wie ARD und ZDF, ein "öffentlich-rechtlicher" Sender! Grundlage ist die "Royal Charter". Diese gewährt bestimmten Einrichtungen einen besonderen, schutzwürdigen, Status, da sie Aufgaben, die im öffentliche Interesse liegen, wahrnehmen.
Dass die britische Regierung, wie bspw. 2006, im Zuge der Verlängerung der Sendelizenz (bis 2016), Einfluss auf das Finanzgebahren des Senders nahm, kann kein Kriterium für "staatlich" oder "privat" sein. Laut wikipedia bezeichnet man Hörfunk- oder Fernsehgesellschaften als staatlichen Rundfunk, die sich im Eigentum oder unter der unmittelbaren (!) Kontrolle eines Staates befinden. Und dies ist bei der BBC nicht der Fall!
Wollen Sie die BBC - oder auch ARD und ZDF (s.u.) - auf die gleiche Stufe stellen wie den Rundfunk in (nach unserer Auffassung) Diktaturen wie Nordkorea oder Syrien? Immerhin bezeichnet sich Nordkorea als "Demokratie" ("Demokratische Volksrepublik")... Ich nehme an, eher nicht...!
Die BBC war Vorbild für das deutsche Nachkriegsrundfunkwesen und die Schaffung des Nordwestdeutschen Rundfunks, NWDR, dem Vorgänger von NDR und WDR und letztlich auch für die anderen (west)deutschen Sender nach 1945. Wenn Sie die BBC also als Staatssender bezeichnen, müssen Sie konsequenterweise ARD und ZDF auch als Staatssender bezeichnen! Denn ihre Grundlagen wurden aus denen, die der BBC zu Grunde liegen, entwickelt! Des weiteren sind es die Bundesländer, die den Rahmen dessen regeln, was ARD und ZDF dürfen (oder nicht). Sie (besser: die Parlamente) sind es, die auch die Höhe der TV-Gebühren, durch den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag festsetzen. Der Einzug der Gebühren wird von einer Behörde, der GEZ, vorgenommen (sie ist materiell-rechtlich, nicht formal-rechtlich, eine Behörde nach dem Verwaltungsrecht).
Und die Gremien, wie Verwaltungsrat oder Rundfunkrat, sind fast vollständig von Politikern besetzt! Wo bleibt da die Unabhängigkeit?
Die BBC wird wie ARD und ZDF aus Rundfunkgebühren finanziert. Sie erhält zwar, anders als ARD und ZDF, in geringem Umfang auch Geld aus dem britischen Staatshaushalt; ihre Unanbhängigkeit wird jedoch durch die "Royal Charter" (s.o.) geregelt.
Wenn man den Einfluß britischer Politiker auf die Finanzierung als Maßstab dafür ansieht, den Sender als "staatlich" zu titulieren, so muss man das bei den deutschen Sendern ARD und ZDF erst Recht tun!
Der schlimmste Exzess der jüngeren Vergangenheit war die schamlose Einflußnahme des hessischen ex-MP Koch auf die Besetzung der Chefredakteursstelle beim ZDF. Auch die devote Haltung des künftigen ZDF-Intendanten Bellut, zunächst bei der CDU anzufragen, ob sie seine Kandidatur im Verwaltungsrat unterstützen würde, ist beschämend. Solche Handlungsweisen sind mit der "Staatsferne" eines Senders nicht vereinbar!
Alle maßgeblichen Gremien (z.B. Rundfunkrat, Fernsehrat) sind fast ausschließlich politisch nach Parteienproporz besetzt. Wo bleibt da die Unabhängigkeit?
Übrigens müssten Sie auch die Deutsche Welle, den deutschen Auslandsrundfunksender, als Staatssender bezeichnen, da sie vollständig aus dem Bundeshaushalt finanziert wird! Also wie definieren Sie "Staatsfernsehen" oder "Staatsrundfunk"?
Bitte künftig etwas mehr Objektivität!
Dass die britische Regierung, wie bspw. 2006, im Zuge der Verlängerung der Sendelizenz (bis 2016), Einfluss auf das Finanzgebahren des Senders nahm, kann kein Kriterium für "staatlich" oder "privat" sein. Laut wikipedia bezeichnet man Hörfunk- oder Fernsehgesellschaften als staatlichen Rundfunk, die sich im Eigentum oder unter der unmittelbaren (!) Kontrolle eines Staates befinden. Und dies ist bei der BBC nicht der Fall!
Wollen Sie die BBC - oder auch ARD und ZDF (s.u.) - auf die gleiche Stufe stellen wie den Rundfunk in (nach unserer Auffassung) Diktaturen wie Nordkorea oder Syrien? Immerhin bezeichnet sich Nordkorea als "Demokratie" ("Demokratische Volksrepublik")... Ich nehme an, eher nicht...!
Die BBC war Vorbild für das deutsche Nachkriegsrundfunkwesen und die Schaffung des Nordwestdeutschen Rundfunks, NWDR, dem Vorgänger von NDR und WDR und letztlich auch für die anderen (west)deutschen Sender nach 1945. Wenn Sie die BBC also als Staatssender bezeichnen, müssen Sie konsequenterweise ARD und ZDF auch als Staatssender bezeichnen! Denn ihre Grundlagen wurden aus denen, die der BBC zu Grunde liegen, entwickelt! Des weiteren sind es die Bundesländer, die den Rahmen dessen regeln, was ARD und ZDF dürfen (oder nicht). Sie (besser: die Parlamente) sind es, die auch die Höhe der TV-Gebühren, durch den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag festsetzen. Der Einzug der Gebühren wird von einer Behörde, der GEZ, vorgenommen (sie ist materiell-rechtlich, nicht formal-rechtlich, eine Behörde nach dem Verwaltungsrecht).
Und die Gremien, wie Verwaltungsrat oder Rundfunkrat, sind fast vollständig von Politikern besetzt! Wo bleibt da die Unabhängigkeit?
Die BBC wird wie ARD und ZDF aus Rundfunkgebühren finanziert. Sie erhält zwar, anders als ARD und ZDF, in geringem Umfang auch Geld aus dem britischen Staatshaushalt; ihre Unanbhängigkeit wird jedoch durch die "Royal Charter" (s.o.) geregelt.
Wenn man den Einfluß britischer Politiker auf die Finanzierung als Maßstab dafür ansieht, den Sender als "staatlich" zu titulieren, so muss man das bei den deutschen Sendern ARD und ZDF erst Recht tun!
Der schlimmste Exzess der jüngeren Vergangenheit war die schamlose Einflußnahme des hessischen ex-MP Koch auf die Besetzung der Chefredakteursstelle beim ZDF. Auch die devote Haltung des künftigen ZDF-Intendanten Bellut, zunächst bei der CDU anzufragen, ob sie seine Kandidatur im Verwaltungsrat unterstützen würde, ist beschämend. Solche Handlungsweisen sind mit der "Staatsferne" eines Senders nicht vereinbar!
Alle maßgeblichen Gremien (z.B. Rundfunkrat, Fernsehrat) sind fast ausschließlich politisch nach Parteienproporz besetzt. Wo bleibt da die Unabhängigkeit?
Übrigens müssten Sie auch die Deutsche Welle, den deutschen Auslandsrundfunksender, als Staatssender bezeichnen, da sie vollständig aus dem Bundeshaushalt finanziert wird! Also wie definieren Sie "Staatsfernsehen" oder "Staatsrundfunk"?
Bitte künftig etwas mehr Objektivität!






























