
- Spezial Bond vs. Bourne - die neuesten Agentenfilme auf Blu-ray
- Geschüttelt, nicht gerührt
erstellt am 01.09.2009 von Falko Theuner
Schon seit über 50 Jahren führt der Mann mit dem Codenamen 007 die Zuschauer an exotische Schauplätze und begeistert mit aufregender Action und schönen Frauen. Für einen Agenten, der mit der Zeit geht, ist das jedoch zu wenig. Heutzutage muss selbst Bond eine nachvollziehbare Psyche besitzen bzw. plausible Motive für sein drastisches Vorgehen präsentieren.

Matt Damon als Jason Bourne
Bild: Universal

Szenenbild mit Matt Damon
Bild: Universal

Daniel Craig als Bond
Bild: Sony Pictures
James Bond (007)
Schon seit über 50 Jahren führt der Mann mit dem Codenamen 007 die Zuschauer an exotische Schauplätze und begeistert mit aufregender Action und schönen Frauen. Für einen Agenten, der mit der Zeit geht, ist das jedoch zu wenig. Heutzutage muss selbst eine Ikone der Popkultur wie Bond eine nachvollziehbare Psyche besitzen bzw. plausible Motive für sein drastisches Vorgehen präsentieren.
Seit der Verfilmung des ersten Bond-Romans "Casino Royale" im Jahr 2006 ist das auch der Fall. So jagt 007 in "Ein Quantum Trost" den Bösewichtern vorrangig aus persönlichen Gründen hinterher, die mit dem Tod seiner Verlobten Vesper Lynd zu tun haben.
Zudem holten sich die Produzenten rund um Barbara Broccoli mit dem aktuellen Hauptdarsteller Daniel Craig den wohl charismatischsten Bond aller Zeiten ins Boot. Und das, obwohl der sympathische Schauspieler äußerlich rein gar nichts mit dem im Buch charakterisierten Topagenten gemein hat. Anstatt der beschriebenen Durchschnittsstatur, des schmalen Gesichts mit dunklem, zurück gegeltem Haar und des Schmisses auf der Wange ist Craigs Filmbond nun jünger, fitter und blond. Da sich aber sowieso nur die wenigsten der 22 Bond-Filme direkt an Ian Flemings Vorlagen orientieren, dürfte das Aussehen der Hauptfigur das geringste Problem sein. Seinen Namen erhielt der Agent übrigens von einem Vogelkundler, dessen Bücher sein geistiger Vater Fleming zum Zeitpunkt des Schreibens las.

Szenenbild aus "Casino Royale"
Bild: Sony Pictures
Die meisten von Bonds persönlichen Eigenschaften stammen hingegen von Patrick Dalzel-Job, einem unter Fleming dienenden Marineoffizier. Das lässt sich daraus schließen, dass dessen Verdienste während des Zweiten Weltkriegs großen Zuspruch in den Memoiren des Thrillerautors erhielten. Als weiteres Vorbild gilt der Autor selbst, der während seiner Zeit als Geheimdienstler genügend Erfahrungen sammelte, um seine Romane einigermaßen authentisch zu gestalten.
Und selbstverständlich spielte ebenfalls Flemings gesunder Appetit für die Frauen eine entscheidende Rolle. Die Übereinstimmungen zwischen Bonds und Flemings Lebenslauf sprechen Bände: So besuchten beide z. B. das Eton College, das noch andere Literaturgrößen wie Aldous Huxley und George Orwell ausbildete. Wegen eines Vorfalles mit einem Dienstmädchen verließen sowohl der Topagent als auch sein geistiger Vater die Schule jedoch vorzeitig, und das schon mit zwölf Jahren. Beide dienten zudem während des Zweiten Weltkriegs in der Royal Navy und beschäftigten sich ausgiebig mit der Beschaffung geheimer Informationen. Den abenteuerlichen Weg vom Navy Commander zum MI6-Agenten mit der Lizenz zum Töten ging Bond dann aber allein.
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