DF-Artikeldatenbank: Musik streamen - Tiefgründige Historie

13.07.2012, 16:14 Uhr, red

Die Online-Datenbank von DIGITALFERNSEHEN.de wird fortlaufend um Hintergrundartikel zu Digital-TV, Heimkino, Audio und Entertainment erweitert. Wir präsentieren Ihnen die Neuzugänge der letzten sieben Tage: Musik streamen mit Spotify und Co. sowie einen Hintergrundartikel über 3D-TV-Produktionen, die für eine noch "tiefgründigere" Historie sorgen.

Musik streamen: Spotify und Co.

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Bis auf Spotify können Sie alle Musikdienste auch direkt aus dem Internetbrowser nutzen
Bild: simfy


    
Seit März dieses Jahres ist der Musikstreaming-Service Spotify auch hierzulande gestartet und bietet Nutzern Zugriff auf rund 16 Millionen Songs, und das ohne einen Cent zahlen zu müssen. Das klingt zu schön, um wahr zu sein und natürlich hat die Sache auch einen bzw. sogar mehrere Haken, denn der Service ist werbefinanziert und Sie müssen zwischen Liedern mit Zwangspausen und Werbeeinblendungen leben. Letztlich wird der Hörgenuss nach sechs Monaten dann auf maximal 10 Stunden im Monat begrenzt. So wird es zumindest im Rest der Welt gehandhabt, für Deutschland wurde seitens Spotify noch keine Strategie diesbezüglich kommuniziert.
 
Zudem kann Spotify nur in Verbindung mit einem Facebook-Account genutzt werden, da beide Angebote direkt miteinander vernetzt sind. Wer bereit ist, rund 5 Euro im Monat zu zahlen, wird von den Werbezwängen befreit und kann seine Musiksammlung so lange er will und ohne Unterbrechungen genießen. Auch eine Mobilnutzung mit einem Smartphone ist möglich, dafür werden dann aber 10 Euro im Monat fällig. In diesem Fall können Sie bestimmte Alben auf das Gerät herunterladen, damit Sie Ihre Lieblingssongs auch ohne Internetanschluss hören können, denn die Anbindung an das weltweite Datennetz ist zum Streamen natürlich obligatorisch.
 
Wir geben Ihnen einen Komplettüberblick und zeigen, welcher Anbieter was leistet. Hier nnen Sie den vollständigen Hintergrundartikel nachlesen.

Tiefgründige Historie

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Der Stereograf des Arte-Projekts bei der Kontrolle des Bildes
Bild: Ascot Elite Home


Aktuelle 3D-Produktionen beschränken sich zu einem großen Teil vor allem auf Hollywood-Actionkino. Räumliche Bilder dienen hier meist der Effekthascherei oder schlimmstenfalls dazu, von einer dürftigen Story abzulenken. Das Erlebnis 3D-Kino kann aber viel mehr leisten, besonders im Dokumentarbereich. Das haben im letzten Jahr gerade die deutschen Regisseure Werner Herzog und Wim Wenders eindrucksvoll bewiesen.
 
Letzterer hat mit seinem Film "Pina" eine sehenswerte Hommage an die Tanztheaterkünstlerin Pina Bausch abgeliefert. Der Regisseur setzte bewusst 3D-Technik ein, um die auftretenden Tänzer in den Mittelpunkt einer räumlichen Bühne zu setzen und somit den Zuschauer noch emotionaler in die gezeigte Darstellung einzubinden. Werner Herzog zog es in dem Film "Die Höhle der vergessenen Träume" hinab in die Tiefen der französischen Chauvet-Höhlen, welche die wohl berühmtesten Höhlenmalereien der Welt beherbergen.
 
Herzog entschied sich für 3D, weil nur mit räumlicher Tiefe gezeigt werden kann, wie geschickt die Steinzeitmaler natürliche Strukturen des Steins in ihre Kunstwerke eingebunden haben. Der Zuschauer gewinnt dabei den Eindruck, als würde er selbst die Malereien bewundern - ein Erlebnis, was aus Gründen des Schutzes dieser Höhlen nur wenigen Menschen vergönnt ist. Beide Filme zeigen auf beeindruckende Weise, wie Dokumentationen in 3D dem Massenmarkt Kultur näherbringen können.
 
Unter diesen Aspekten liegt es nahe, dass gerade ein Kultursender wie Arte ein verstärktes Interesse am Medium 3D-Film zeigt. Welchen Aufwand der Pionier des 3D-Fernsehens betreibt, erfahren Sie im vollständigen Hintergrundartikel.

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