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  • Hintergrund • Der bessere Klangraum

  • Das Kino für zu Hause

 erstellt am 05.11.2010 von Martin Günther

Kennen Sie die Problematik? Im Geschäft ist man meistens sehr beeindruckt von dem tollen Raumklang eines Audio-Heimkinosystems. Doch nach dem Auspacken und Anschließen zu Hause will so recht keine Freude aufkommen. Das Geheimnis liegt meistens in der Aufstellung und Konfiguration der Lautsprecher und des gesamten Systems.

 
 
Systematische Aufstellung
Bild: Auerbach Verlag

Wer sich bereits ein wenig mit dem Thema Heimkino auseinandergesetzt hat, der wird wissen, dass gerade der Mehrkanalton das ultimative Filmerlebnis noch steigern kann. Doch was tun, wenn es akustisch einfach keinen Spaß macht? Meistens sind nicht minderwertige Komponenten schuld, sondern einfach nur die Aufstellung der Lautsprecher im Raum. Wer dort ein paar elementare Grundregeln beachtet, der kann nur alleine mit dem Verrücken der einzelnen Boxen schon Wunder bewirken.
 
Bei Lautsprechern im Heimkinobereich und auch im Stereosektor haben sich einige spezielle Typen durchgesetzt. So finden wir heute meistens den konventionellen Mehrweglautsprecher, auch "Monopol" genannt. Dieser strahlt in eine Richtung ab. Das sind die Lautsprecher, wie wir sie kennen. Die zweite Variante sind die Lautsprecher, welche auf der Vorder- und Rückseite mit Schallwandlern bestückt sind. Diese werden auch "Dipole" genannt. Im richtigen Kinobereich ist diese Form der Schallabstrahlung bereits viele Jahre bekannt.
 
Durch die veränderte Abstrahlcharakteristik im Gegensatz zu einer normalen Box wird hierbei der Raum in die Beschallung stärker miteinbezogen, da nach vorn und hinten abgestrahlt wird. Aufgrund der modernen Produktionsmethoden beim Filmton und der meist suboptimalen Raumakustik bei Endkonsumenten ist diese Form der Schallabstrahlung jedoch mehr als fraglich. Eine spezielle Besonderheit im Heimkinobereich bildet der Subwoofer. Mit ihm wird der sogenannte Low Frequency Effect abgestrahlt. Dieser wurde ursprünglich dazu konzipiert, im Tiefbassbereich bestimmte Effekte (Donner, Explosionen usw.) effektvoll zu verstärken.
 
Im Laufe der technischen Weiterentwicklungen dient er jedoch heute vermehrt zur Unterstützung des Bassfundamentes im gesamten Tonspektrum eines Filmes. So wird meistens nicht mehr ausschließlich ein Signal auf den Subwoofer geleitet, sondern ab einer bestimmten Frequenz (meist 80 Hertz) die gesamten Signale der Mehrkanalspuren. Die Aufstellung der Lautsprecher gerade im Heimkino ist das A und O beim guten Ton. Anhand der vereinfachten Grafik (s. u.) ist schnell ersichtlich, wie sehr sich die räumliche Aufstellung in Lautstärkeunterschieden deutlich macht.
Der Dipol
Bild: Auerbach Verlag
Verstärkungen im Raum I
Bild: Auerbach Verlag
Verstärkungen im Raum II
Bild: Auerbach Verlag

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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