Facebook: Zuwachs bei Älteren - Jüngere laufen davon

14.02.2018, 15:00 Uhr, jk

Auch im siebten Jahren gibt der Social-Media-Atlas einen groben Überblick darüber, wie die Sozialen Netzwerke in Deutschland genutzt werden. Die jüngsten Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht.


Das größte soziale Netzwerk wird immer noch größer. Natürlich ist die Rede von Facebook. Mehr als drei von vier Personen über vierzehn sind hierzulande bei der Seite mit dem blauen "F" registriert. Doch es sind nicht junge Leute, die nachrücken. Denn die Älteren strömen fleißig zu Facebook, während Teenagern eher ein Rückgang zu verbuchen ist.


Vor allem bei den Internetnutzern ab 50 ist der Zuwachs deutlich. Hier ist ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Sogar noch einen drauf legen die sogenannten "Silver Surfer" ab 60 Jahre mit 23 Prozent neuen Registrierungen. Insgesamt sind mittlerweile sieben von zehn Befragten der Altersklasse 60+ bei Facebook angemeldet.

Diese Entwicklung wird von Experten kritisch beäugt, war Facebook 2014 unter den Teenagern doch noch so beliebt wie nie. "Das Netzwerk Facebook wird mittelfristig wieder an Nutzern verlieren", prophezeit Dr. Roland Heintze von Faktenkontor. "Denn wer heute als Teenager Facebook nicht nutzt, wird als Twen kaum damit anfangen. Und auf Dauer wird Facebook den wegbrechenden Nachwuchs nicht mehr durch zusätzliche User aus älteren Zielgruppen ausgleichen können."

Besonders YouTube konnte Facebook den Platz ganz oben bei den jungen Menschen streitig machen. Auch Instagram und Snapchat sind bei der Jugend prominenter. Beim chatten geht derweil für Teenies nichts über WhatsApp. 98 Prozent Verbreitung unter den 14- bis 19-Jährigen wurde bei der Erhebung festgestellt.

Die 3.500 Teilnehmer der repräsentativen Umfrage beantworteten im letzten Quartal den Fragebogen online. Herausgegeben wird der Atlas jedes Jahr von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor, dem Marktforschungsinstitut Toluna und dem IMWF.

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