Handball-WM gesichert: Medienanstalten dulden Ausstrahlung

10.01.2017, 16:27 Uhr, buhl

Einen Tag vor Beginn der Handball-Weltmeisterschaft scheinen auch die letzten Zweifel ausgeräumt. Das Turnier wird in Deutschland als Livestream von der DKB augestrahlt, die Medienanstalten dulden die Lösung als "außergewöhnlichen Einzelfall".


Aufatmen bei allen Handball-Fans in Deutschland: Die Übertragung im Livestream über die Internetseite der Deutschen Kreditbank (DKB) findet auch die Zustimmung der Medienanstalten, wie diese am Dienstagnachmittag bekannt gaben. Damit können die Spiele des amtierenden Europameisters zumindest online verfolgt werden.


Die DKB, Hauptsponsor des Deutschen Handball-Bundes (DHB) und der Handball-Bundesliga (HBL), hatte die Medienrechte erworben, nachdem sich ARD, ZDF, Dazn und Sportdeutschland.TV nicht mit Rechteinhaber BeIn Sports einigen konnten. Am Dienstag war jedoch die Frage aufgeworfen wurden, ob die DKB für die Übertragung eine Rundfunklizenz benötige.
 
Zumindest vorerst wird diese Frage jedoch nach hinten geschoben. Denn aus Sicht der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) ist die Übertragung der DKB durchaus als zulassungspflichtiger Rundfunk einzustufen. "Aufgrund der besonderen und außergewöhnlichen Einzelfallsituation wird die Ausstrahlung der Handball-WM auf dem Internet-Portal der DKB geduldet", gibt die ZAK dennoch grünes Licht.
 
Ein Nachspiel wird der Rechte-Coup für die DKB dennoch haben. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat bereits um eine Stellungnahme des Kreditinstituts gebeten, der Fall soll bis zur Sitzung der ZAK am 31. Dezember in Stuttgart aufbereitet werden. Wenn die Kommission dann zu dem Schluss kommt, dass die Übertragung als Rundfunk einzustufen ist, muss die DKB mit einer Beanstandung rechnen.

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