LFK sagt Privatradios Unterstützung bei 5G-Technologie zu

14.11.2017, 13:07 Uhr, bey

Dass die 5G-Mobilfunktechnologie das Radio verändern wird, dabei ist sich die Landes Medienanstalt Baden Württemberg (LFK) sicher. Bei der technischen Umsetzung müssten jedoch auch die Bedürfnisse der Privatradios berücksichtigt werden.


Die hoch funktionale Mobilfunktechnologie 5G, die in wenigen Jahren die bisherigen Standards ablösen soll, kann laut LFK für die Radioübertragung neue Perspektiven und Geschäftsmodelle eröffnen. Allerdings müssten frühzeitig bei der technischen Ausgestaltung auch die Interessen privater Veranstalter und nicht nur die der öffentlich-rechtlichen Sender berücksichtigt werden, heißt es weiter in einer Mitteilung der Anstalt.


"Vor dem Hintergrund der Möglichkeiten von 5G müssen wir generell die Regulierung und die Förderung der Radio-Übertragungswege kritisch hinterfragen und dürfen uns keine Denkverboteauferlegen", so LFK-Präsident Dr. Wolfgang Kreißig. "Auch bei den neuen Technologien, Plattformen und auch Sprachassistenten wie Alexa, Google oder Siri bleibt es wichtige Herausforderung, Medienvielfalt in Zukunft zu erhalten und nicht allein Konzernen zu überlassen. Gemeinsam mit der Politik müssen wir neu denken, wie unsere Regulierung an die innovative Technik angepasst werden kann", so Kreißig weiter.

Vor allem kritisch für die privaten Veranstalter: Durch den Rundfunkbeitrag können die öffentlich-rechtlichen Sender problemlos neue digitale Lösungen entwickeln, während die privaten Radios diese Investitionen vor dem Hintergrund zu erwartender sinkender Werbeerlöse immer schwerer erwirtschaften können.

Hier müsse auch gemeinsam mit der ARD überlegt werden, wie das duale System aus dieser Schieflage heraus neu justiert werden und welche Rollen öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk bei der Gestaltung von DAB Plus und 5G übernehmen können, so der Tenor der privaten Hörfunk-Veranstalter bei dem Austausch.

Der technische Leiter der LFK, Walter Berner, betonte dem gegenüber: "5G macht damit ein personalisiertes Radio bezahlbar“, und mahnte: "Die internen und externen Planungen für die Zukunft des Radios müssen jetzt auch bei den privaten Radioveranstaltern auf die Tagesordnung kommen".

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