Österreich: T-Mobile übernimmt UPC

10.07.2018, 09:37 Uhr, jk

Der Übernahme von UPC Austria durch den österreichischen Ableger von T-Mobile steht nichts mehr im Wege. Die EU-Kommission hat am Montag grünes Licht gegeben.


"Heute ist ein ganz besonders guter Tag", resümiert CEO Andreas Bierwirth am Montag die Entscheidung der EU-Kommission, den Kauf von UPC Austria durch T-Mobile Austria durchzuwinken. UPC ist einer der größten Kabelnetzanbieter Österreichs und erreicht als solcher rund 90 Prozent der Haushalte. "Mit der Kraft des ultraschnellen Glasfasernetzwerkes von UPC und unserem LTE-Netzwerk entsteht ein völlig neuer Motor für die digitale Qualität der Infrastruktur in Österreich", so Bierwirth in einer Videobotschaft.


Das neue Unternehmen soll Marktführer in Sachen Geschwindigkeit werden, wobei man viel Vertrauen in die Glasfaserinfrastruktur von UPC Austria setzt. Das Unternehmen ist eine Tochter der britischen Liberty-Global-Gruppe und ein Verkauf stand schon länger im Raum. Wie zuvor spekuliert wurde, ging der Deal für rund 1,9 Milliarden Euro über die Bühne und ist an keinerlei Auflagen gekoppelt. Am 31. Juli wird der Kauf final abgeschlossen.

Seit dem Börsengang der Telekom Austria ist es das größte Geschäft in der österreichischen Telekommunikationsbranche. Gemeinsam hatten T-Mobile Austria und UPC Austria letztes Jahr insgesamt 7,2 Millionen Anschlüsse, der konsolidierte Pro-Forma-Umsatz 2017 betrug 1,25 Milliarden Euro. Für den 2. August um 10 Uhr ist eine Pressekonferenz samt Livestream angesetzt, in der man "die Öffentlichkeit über alle Pläne informieren" wolle.

Was für Kabelbetreiber der Ausbau von Glasfaser ist, ist für den Mobilfunk in etwa das Thema 5G. Bierwirth hat jedoch klare Vorstellungen: "Wir werden unseren Privat- und Geschäftskunden – wo immer sie sind – für jede Anwendung die bestmögliche Verbindung zur Verfügung stellen, gleich ob über LTE-Netz, Glasfaserkabelnetz, LTE-DSL-Hybrid oder künftig auch 5G."

Für Bestandskunden bleibt vorerst alles, wie es ist. Sowohl Service als auch Verkauf werden weiterhin über T-Mobile und UPC abgewickelt. Gemeinsame Angebote sollen nächstes Jahr folgen.

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