Over-the-Top-Video verdrängt herkömmliches TV

21.04.2017, 14:57 Uhr, nis

Was schon seit langem mehr als ein Trend ist, wird dem Fernsehen in den kommenden Jahren den Rang ablaufen, wenn man die Einschätzung von Experten zum Thema Over-the-Top-Video (OTT) betrachtet.


In Stunden gemessen, wird Over-the-Top-Video (OTT) im linearen Live-Streaming dem herkömmlichen Fernsehen in den nächsten fünf Jahren den Rang ablaufen. Zu diesem Schluss kommen die Experten der dritten, jährlich durchgeführten "2017 OTT Video Services Studie", anhand der Teilnehmerantworten. Die rund 500 Teilnehmer stammen dabei alle aus Fachkreisen, die sich mit der Thematik des OTT beschäftigen.


Unter OTT versteht man das Streamen von Inhalten ohne die Beteilung des Internet-Service-Providers, also z.B. das Streamen von Netflix- oder Hulu-Inhalten. Mehr als 25 Prozent der Studienteilnehmer geht davon aus, dass der Umsatz von 2016 auf 2017 um 25 Prozent gesteigert wird. Rund die Hälfte der Befragten rechnet gar mit einem Wachstum von 30 bis 50 Prozent.
 
Als größte Herausforderung für OTT betrachten viele nun allerdings nicht mehr die Bandbreitenbeschränkung sondern vielmehr Qualitätsparameter, wie Quality of Service und Quality of   Experience. Da rund 70 Prozent der Befrgaten selbst weltweit oder zumindest Regionen übergreifend OTT-Dienste zur Verfügung stellen, schätzen sie vor allem die Chancen von multiplen Content Delivery Networks gut ein. Statt 40 Prozent wie im Jahr 2016 setzt nun rund die Hälfte auf diese Option.
 
Für die Zukunft werden darüber hinaus vor allem Möglichkeiten wie Virtual Reality und die High Frame Rate eine bedeutende Rolle spielen. Mindestens eine dieser Darstellungsweisen wird von vielen Anbietern bereits genutzt oder die Anbieter denken darüber nach eines oder gar beides einzuführen. Dabei biete sich den Experten zufolge vor allem die High Frame Rate in einer Auflösung von 1080p60 für Sportinhalte an.

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