Rundfunkbeitrag: Politiker wollen maximal 18 Euro

21.12.2018, 09:02 Uhr, PMa/tk

Der Rundfunkbeitrag soll unter 18 Euro bleiben. Darin scheinen sich die Regierungschefs der Bundesländer einig. Was werden ARD und ZDF zu den Sparmaßnahmen sagen?


Ein neues Modell für den Rundfunkbeitrag soll her. Dieses könnte dafür sorgen, dass die Erhöhung des Rundfunkbeitrags in den den nächsten Jahren eingedämmt wird, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Capital".


Demnach wollen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten Ende Januar die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags besprechen. Der Rahmen dafür soll ein Treffen mit den Intendanten von ARD und ZDF bilden. Die Landeschefs sehen vor, den Sendern für die nächste Periode dabei Sparmaßnahmen ans Herz zu legen.
 
Laut  "Capital"-Bericht sehen die Regierungschefs einen Rundfunkbeitrag von über 18 Euro pro Monat für nicht tragbar. Man könne eine höhere Summe politisch nicht vertreten. 2015 ist die Höhe des Beitrags erstmals gesunken - seit dem zahlen Verbraucher 17,50 Euro. Das Dilemma von Sendern und Politikern: Nur durch das Aufbrauchen von Rücklagen konnten die Gebühren gehalten werden, ohne zu steigen. 
 
Aus diesem Grund hatten kürzlich verschiedene ARD-Anstalten erklärt, dass ein höherer Rundfunkbeitrag dringend sei. So gab beispielsweise HR-Intendant Manfred Krupp zu bedenken, dass andernfalls "Einschnitte in unsere Angebote unausweichlich" seien.
 
Auf das Ergebnis der Debatte müssen wir wohl noch warten. Erst bis April müssen ARD und ZDF ihren Finanzbedarf bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) anmelden. Dies ist die Basis für den Vorschlag für die neue Höhe des Rundfunkbeitrags.

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