
- Time Warner legt zweite Milliarden-Offerte für Endemol vor
13.12.2011, 09:32 Uhr, ar
Der US-Medienkonzern Time Warner lässt im Übernahmekampf um die hochverschuldete TV-Produktionsschmiede Endemol ("Big Brother") nicht locker. Ein nachgebessertes Angebot soll die Gläubiger des niederländischen Unternehmens zum Einlenken bewegen.
Bereits Anfang November hatte ein Sprecher von Endemol den Eingang eines entsprechenden Übernahmeangebots in Höhe von einer Milliarde Euro bestätigt (
Das unverbindliche Angebot von Time Warner werde den Gläubigern weitergeleitet, sagte der Sprecher damals. Diese hatten Ende November das
Ein Sprecher von Endemol bestätigte dem Blatt am Abend den Eingang des neuen Übernahmeangebots und zeigte sich optimistisch, bis zur gesetzten Deadline am Dienstag ein verhandlungsfähiges Angebot an seine Kreditoren vorlegen zu können, zu denen unter anderem Apollo Management, Centrebridge, Providence Equity Partners, die Großbanken Barclay's und RBS sowie die Lehman Brothers zählen. Auch der Medienkonzern RTL hatte zuletzt Interesse gezeigt, will jedoch laut Branchenkreisen zunächst die Einleitung eines offiziellen Verkaufsprozesses abwarten.
Endemol gilt nach der RTL-Tochter Fremantle als zweitgrößter Fernsehproduzent der Welt. In Deutschland ist das von den Niederländern Joop van den Ende und John de Mol begründete Unternehmen unter anderem bei den Privatsendern RTL, Sat.1, ProSieben und Kabel Eins dick im Geschäft und zeichnet für Formate wie "Nur die Liebe zählt", "Wer wird Millionär?", "Rette die Million!" und "Vermisst" verantwortlich. Auf das Unternehmen drückt allerdings eine Schuldenlast von rund 3,7 Milliarden US-Dollar.
Zuletzt war auch dem italienische Medienkonzern Mediaset des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi nachgesagt worden, seine Beteiligung bei Endemol auszubauen. Mediaset und der italienische Clessidra-Fonds hätten sich bereit gezeigt, 268 Millionen Dollar Kapital nachzuschießen, um ihre 33-Prozent-Beteiligung an Endemol auf eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent aufzustocken, hieß es in Medienberichten.































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