[Update] N24 HD: Start am 1. Juli - Astra-Frequenz steht fest

15.06.2011, 10:43 Uhr, ar

Der Nachrichtensender N24 nimmt seinen hochauflösenden Sendebetrieb auf Astra 19,2 Grad Ost pünktlich zum 1. Juli auf. Das bestätigte der Satellitenbetreiber SES Astra am Dienstag auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN und nannte auch die Parameter für den Empfang.


Nach Angaben von Pressesprecher Dirk Heerdegen erfolgt die Verbreitung über den Satelliten Astra 1 KR auf der Frequenz 10,773 GHz (Polarisation horizontal, Symbolrate 22 000 Sym/s, Fehlerkorrektur (FEC 3/4), Modulation DVB-S2/8PSK). Damit teilt sich der hochauflösende Nachrichtensender einen Transponder mit dem frei empfangbaren Anixe HD und den HD-Plus-Kanälen Comedy Central HD und Nick HD, die am 1. Juni den Sendebetrieb aufgenommen hatten (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
 
Für N24 HD kündigte Geschäftsführer Torsten Rossmann am Vormittag hochwertige Dokumentationen wie Yann-Artus Bertrands Doku "Home - Geschichte einer Reise", die Reihe "Geheimnisse des Weltalls" oder " 9/11 CSI - Ermittlungen am Ground Zero" in hochauflösender HD-Qualität an. Vor allem Dokumentationen und Reportagen würden durch die "faszinierende Bildqualität, die HDTV bietet" gewinnen, findet Rossmann.
 
"Ende 2009 haben wir mit dem Umzug von N24 an den Berliner Potsdamer Platz
technologisch den modernsten Nachrichtensender Europas aufgesetzt. Mit der Ausstrahlung in HD gehen wir nun konsequent den nächsten Schritt. Für unsere Zuschauer ist das ein klarer Mehrwert", so Rossmann weiter. Eine Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN zum Anteil nativer HD-Produktionen und weiteren Details an den Nachrichtensender läuft.

Während die hochauflösenden Programmangebote etwa von ARD, ZDF und Arte kostenlos emfangbar sind, wird bei den Privaten nach einem Gratisjahr eine "Servicepauschale" in Höhe von 50 Euro für ein weiteres Jahr fällig. Das Angebot umfasst neben N24 HD auch hochauflösende Ableger von RTL, Sat 1, Pro Sieben, Vox, Kabel Eins, RTL 2, Sport 1, Nickelodeon, Comedy Central und Sixx.
 
Die Gebühr für die privaten Sender kann auf mehreren Wegen bezahlt werden, am einfachsten ist der Kauf eines Freischalt-Codes in einem Geschäft. Kundendaten oder ein Abovertrag werden anders als beim Pay-TV nicht gebraucht, das System funktioniert wie das Aufladen von Handy-Guthaben. Seit dem 1. Juni werden die Sender für ein Jahr kostenlos auf den Satelliten-Smartcards des Bezahlanbieters Sky Deutschland freigeschaltet (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
 
Kunden müssen sich bei HD Plus auf von den Sendeanstalten vorgegebene technische Restriktionen einstellen. Sowohl beim Empfang über zertifizierte HD-Plus-Receiver als auch bei der Nutzung von CI-Plus-Modulen für aktuelle Flachbildfernseher oder der Nachrüstung ausgewählter älterer Receiver per speziellem HD-Plus-CAM samt Software-Update werden Aufzeichnungen und weitere Festplatten-Funktionen wie Time-Shifting zum Teil massiv eingeschränkt oder gänzlich unterbunden.


Bisher hat HD Plus nach eigenen Angaben rund 769 000 Haushalte als Kunden gewinnen können, nach Ablauf der ersten Jahresfrist hatten Anfang Mai gut 66 Prozent der betroffenen Kunden ihren Zugang gegen die Gebühr verlängert (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Wie viel Geld anteilig den Sendern zufließt, geben die Unternehmen nicht bekannt.
 
HD-Plus-Geschäftsführer Wilfried Urner bezeichnete den Start des ersten hochauflösenden Nachrichtensenders auf der Plattform als weiteren Beleg für den Erfolg der Plattform. Auch die unverschlüsselten, hochauflösenden Ausstrahlungen von ARD, ZDF, Arte, Servus TV und Anixe nahm er kurzerhand für sein Unternehmen in Beschlag und erklärte, dass inzwischen 16 der populärsten Sender in Deutschland ihr Programm hochauflösend per Satellit verbreiteten, sei allein durch den Erfolg von HD Plus möglich.

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