Verbraucherschützer vor Klage gegen Whatsapp

17.10.2016, 14:08 Uhr, buhl

Die Ankündigung von Whatsapp, künftig Telefonnummern seiner User an den Mutterkonzern Facebook weiterzugeben, sorgte bei Daten- wie auch Verbraucherschützern für Aufregung. Nun plant der Verbraucherzentrale Bundesverband eine Klage gegen den Messenger-Dienst.


Ein juristischer Streit steht Whatsapp ins Haus. Nachdem der zu Facebook gehörende Messenger eine Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet hat, will der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) laut "Tagesspiegel" klagen. Hintergrund des drohenden Rechtsstreits ist die Ankündigung von Whatsapp, künftig Telefonnummern seiner User an Facebook weiterzureichen.


Die dafür eingeführten neuen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen sind nach Ansicht des vzbv "zu großen Teilen" unzulässig, weshalb es Mitte September eine Abmahnung von Seiten der Verbraucherschützer gegeben hatte. Die Bitte um Fristverlängerung durch Whatsapp war als positives Zeichen gewertet worden, jedoch wurde Kunden keine Verlängerung zur Prüfung der neuen Datenschutzbedingungen gewährt.
 
Besonders in der Kritik steht die Weitergabe von allen im Telefonbuch des Messengers gespeicherten Nummern an Facebook. Damit sind auch Menschen betroffen, die Whatsapp nicht nutzen. Neben den Verbraucher- laufen auch die Datenschützer gegen das Vorhaben von Whatsapp Sturm, so hat der Hamburger Datenschutzbeauftratge Johannes Caspar dem Messengerdienst per Verwaltungsanordnung verboten, Daten von deutschen Whatsapp-Nutzern zu erheben und zu speichern.

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