Hintergrund • Windows 8: Bereit für Multimedia?

Microsofts neues Betriebssystem im Heimkinocheck

 erstellt am 21.03.2013 von Martin Heller
Windows 8 ist der neueste Wurf von Microsoft und ab sofort für Tablets, Smartphones und natürlich auch Computer verfügbar. DIGITAL TESTED war neugierig, wie sich das neue Betriebssystem bei der Medienwiedergabe schlägt und hat einen entsprechenden PC im Wohnzimmer aufgebaut.
 
 
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Musik wird mit ausführlichen Informationen zum jeweiligen Künstler präsentiert
Bild: Auerbach Verlag

Als Medienprogramme stehen neben dem altbewährten Windows Media Player die neuen "Modern-Apps" Foto, Video und Musik zur Verfügung. Diese starten Sie direkt über die bereits im Vorfeld kontrovers diskutierte, kachelartig aufgebaute Oberfläche. Dabei forciert Microsoft seit Einführung der Mediathek des Media Players weiter den Weg, dass zuerst die Anwendung geöffnet wird, um mit ihr daraufhin die Mediendatei zu suchen. Viele Windows-Nutzer haben sich eher daran gewöhnt, die zu öffnende Datei im Explorer zu suchen und durch einen Doppelklick mit einem zugehörigen Programm zu öffnen.
 
Ab sofort bekommen die Medienbibliotheken eine größere Bedeutung: Alle Ordner, die den Bibliotheken Video, Fotos und Musik zugewiesen werden, sind dann auch in den entsprechenden Apps verfügbar. Nicht mehr standardmäßig enthalten ist das Windows Media Center. So konnte unsere im Computer verbaute TV-Karte nicht ohne Soft ware von Drittanbietern betrieben werden. Das Media Center kann jedoch für 9,99 Euro nachgekauft werden. Bis Januar gilt sogar ein Sonderangebot: Beim Kauf von Windows 8 Pro erhalten Sie das Media Center gratis dazu.
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Das Video-on-Demand-Angebot glänzt mit aktuellen Blockbustern
Bild: Auerbach Verlag

Bei der Musikwiedergabe gibt sich die Formatauswahl insgesamt eingeschränkt. Als datenreduzierte Formate stehen die Standards wie MP3, WMA und AAC zur Verfügung, bei verlustfrei komprimierten Dateien kennt Windows nur WMA lossless. Dass der ALAC-Codec von Apple als direkter Konkurrent nicht den Weg in das Betriebssystem findet, ist noch nachvollziehbar, die Einschränkung bei anderen Formaten ist aus unserer Sicht aber nicht mehr zeitgemäß, zumal Formate wie FLAC und OGG frei von Lizenzgebühren sind.
 
Der Windows Media Player bietet weiterhin einige grundlegende Einstellungen wie einen Equalizer, Lautheitskompression oder Crossfading zwischen einzelnen Liedern an. Außerdem ist die Surround- Simulation SRS WOW für Lautsprecher und Kopfhörer wieder mit an Bord.

Native Formate von Windows 8

Audio (unterstützt) Video (unterstützt)
AAC M2T2 (teilweise)
AIFF TS (teilweise)
MP3  
WAV  
WMA  
   
Audio (nicht unterstützt) Video (nicht unterstützt
ALAC Blu-ray
APE DVD
FLAC MKV
OGG M2T2 (teilweise)
  TS (teilweise)

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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