
- Interview ZDF zu Reanalogisierung
- Keine Kostenbeteiligung
erstellt am 10.02.2010 von Annette Vogt
Am 30. April 2012 wollen ARD und ZDF die Analogausstrahlung über Satellit abschalten. Das hat Konsequenzen für die Kabelnetzbetreiber. Für das ZDF steht bereits jetzt fest: An einer möglichen Reanalogisierung würden sie sich nicht beteiligen.

- Prof. Carl-Eugen Eberle, Justitiar des ZDFBild: ZDF
Ob das ZDF nach der Analogabschaltung im Kabelnetz weiterhin Einspeiseentgelte an die Kabelnetzbetreiber zahlt, steht derzeit noch nicht fest, soll aber verhandelt werden, sagte Prof. Carl-Eugen Eberle, Justitiar des ZDF gegenüber DIGITAL FERNSEHEN im Interview.
Herr Prof. Carl-Eugen Eberle, der Termin für die Analogabschaltung für Satelliten wurde ja bereits mehrfach verschoben. Nun wird der 30. April 2012 genannt. Ist dies nun das letzte Wort?
Ich gehe davon aus, dass es beim Abschalttermin 30. April 2012 für die analoge Satellitenausstrahlung bleiben wird.
Warum sind die Öffentlich-Rechtlichen nicht bei 2010 geblieben?
Ein Termin zur Analogabschaltung braucht eine lange Vorlaufzeit, damit sich die Zuschauer darauf einrichten können. Er sollte darüber hinaus von allen Sendern gemeinsam angegangen werden. Deshalb war der Termin 2010 nicht zu halten.
Welche technischen Punkte müssen noch umgesetzt werden, um tatsächlich abschalten zu können?
Technische Probleme gibt es bei den Sendern keine. Wichtig ist aber eine gemeinsame Kommunikation, die den Verbraucher über den nötigen Umstieg informiert.
Können alle Kabelnetzbetreiber den Termin einhalten, oder müssen sie reanalogisieren?
Diese Frage muss von den Kabelnetzbetreibern beantwortet werden.
Würde sich das ZDF an den Kosten für die Reanalogisierung beteiligen?
Nein.
Sind Sie nach der Analogabschaltung auch im Kabelnetz weiterhin bereit, Einspeiseentgelte an die Kabelnetzbetreiber zu zahlen?
Darüber wird es Verhandlungen geben.
Vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview gibt die Meinung des Interviewpartners wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.
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Letzte Änderung: Dienstag, 08.06.2010

















