ZVEI: Forcierung des PAL-Standards sollte gestoppt werden

09.07.2012, 09:19 Uhr, ps

Der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) plädiert für eine konsequente Fortführung der Digitalisierung des Fernsehens. Viele der noch verbreiteten Empfangsanlagen würden die digitalen Signale wieder in analoge Signale umwandeln. Ein positives Fazit zieht der Verband von der professionell durchgeführten Analogabschaltung beim Satellitenfernsehen.


Dank der Analogabschaltung des Satellitenfernsehens stiegen im ersten Halbjahr 2012 die Absätze von Set-Top-Boxen und anderen Empfangskomponenten erheblich. Wie der ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel aktuell mitteilte, berge die Abschaltung jedoch auch in Zukunft noch großes Potential für den Verkauf neuer Hardware. So seien aktuell noch zahlreiche Empfangsanlagen in Betrieb, welche die digitalen Fernsehsignale vor der Ausgabe wieder in analoge PAL-Signale umwandeln würden. Da digitaler Empfang zahlreiche Vorteile bieten würde, nicht zuletzt auch zur Energieeinsparung, plädiert der Fachverband dafür, die weitere Forcierung des PAL-Standards zu stoppen und statt dessen auf neue Technologien zu setzen.


Doch auch abseits dessen, blickt man in der Branche optimistisch in die Zukunft. Neue Trends wie 3D-TV, 4K-Auflösung, IP-bassierte Übertragungsmöglichkeiten, drahtlose Netze und optische Übertragungen böten noch große Wachstumschancen. Auch durch die Weiterentwicklungen bestehender Standards wie DVB-T, DVB-S und DAB bestünden laut ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel noch ausreichend Potential für Innovationen.

Das Fazit der Branchenvertreter von der am 30. April 2012 durchgeführten Analogabschaltung fällt durchweg poitiv aus. Nicht nur seien die Umsätze in der Empfangsbranche im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent angestiegen, auch auf die flächendeckend professionelle Durchführung des Umstiegs selbst ist man stolz. So sei das befürchtete Chaos nach dem Abschalttermin ausgeblieben, weil sowohl Sender, Industrie und Handel, als auch Medien und Verbände ihrer Verantwortung nachgekommen seien, um die Verbraucher darauf einzustellen und darüber zu informieren. 

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