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23.11.09

WDR will Sparprozess fortsetzen

[jb] Köln - Der Rundfunkrat des WDR hat dem Haushaltsplan 2010 und der mittelfristigen Finanz- und Aufgabenplanung 2009-2013 zugestimmt.

Der Betriebshaushaltsplan sieht Erträge in Höhe von 1,35 Milliarden Euro vor, so der WDR. Diesen Erträgen stehen Aufwendungen in Höhe von rund 1,41 Milliarden Euro gegenüber. Für die Gewinn- und Verlust-Rechnung ergebe sich daraus ein Fehlbetrag von 56,8 Millionen Euro.

Rundfunkratsvorsitzender Reinhard Grätz habe auf die rückläufigen Erträge aus den Rundfunkgebühren verwiesen und die Sparanstrengungen des Senders gewürdigt. "Im nächsten Jahr zeichnet sich ein weiterer Rückgang der Gebührenerträge ab. Diese Entwicklung zwingt den WDR, seine Ausgaben laufend weiter kritisch zu überprüfen und anzupassen, damit das vorhandene Geld auf Dauer reicht. Die Finanzsituation bleibt angespannt. Im zweiten Jahr einer Gebührenperiode hat es noch nie einen derart hohen Fehlbetrag gegeben."

Intendantin Monika Piel kündigte laut Sender an, den in diesem Jahr eingeleiteten Sparprozess im nächsten Jahr fortzusetzen. Zielsetzung müsse sein, die Strukturen des WDR so anzupassen, dass die Aufwendungen aus den künftigen Erträgen gedeckt werden können. "Dabei wird alles, was nicht zu den Kernaufgaben des Programmunternehmens WDR zählt, auf den Prüfstand gestellt. Wir werden den WDR strukturell auf die Rahmenbedingungen und Anforderungen des kommenden Jahrzehnts vorbereiten", erläutert Piel.

Der WDR plane im kommenden Jahr für Hörfunk, Fernsehen und Internet insgesamt 524,8 Millionen Euro direkte Programmaufwendungen (ohne Personal und eigene Produktionskosten). Die direkten Programmmittel für das Fernsehen werden dabei rund 432,1 Millionen Euro betragen. Sondermittel sollen 2010 unter anderem für die Berichterstattung zur Fußball-WM entfallen.

Auf den Hörfunk entfallen dem Sender zufolge 86,5 Millionen Euro. Mehrbedarf bestehe im Hörfunk vor allem durch die Berichterstattung für die Olympischen Winterspiele in Vancouver und die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Für den Programmbereich Internet seien 2010 rund 6,2 Millionen Euro eingeplant.

Für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde der WDR 2010 insgesamt 313,5 Millionen Euro ausgeben. Der Anteil der Löhne, Gehälter und sozialen Aufwendungen am Gesamtaufwand bleibe mit 22,2 Prozent nahezu unverändert. Der Stellenplan sieht für 2010 einen Abbau von 16 Stellen auf 4 305 Planstellen vor, kündigt der WDR an.
 
 
 
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