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25.11.09

Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"

[mw] Frankfurt/M. - Vox Geschäftsführer Frank Hoffmann will auch in Zukunft eingefahrene Programmstrukturen verlassen. Auch mit vierstündigen Dokumentationen im Abendprogramm könne man Zuschauer erreichen.

Im Medienblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Hoffmann: "Es gibt offensichtlich Zuschauer, die am Samstagabend nicht nur Unterhaltung sehen wollen. Dieses Bedürfnis ist bisher von vielen Sendern vernachlässigt worden". Die Dokumentationen die Vox am Samstagabend sende, hätten genau so gute Quoten, wie die Konkurrenz mit Serien und Spielfilmen.

Der Privatsender hatte in den vergangenen Wochen vierstündige Dokumentationen in das Abendprogramm gehievt und damit recht gute Quoten erzielt. Natürlich sei es einfacher, mit leichteren Themen Quote zu machen aber es sei wichtig auch solche Programme zu zeigen, so Hoffmann.

Auch künftig will Vox den Samstagabend sowohl mit Spielfilmen als auch Dokus belegen. Die Quote bei Dokus sei mit 5,8 Prozent fast genau so hoch wie bei Filmen (6,3 Prozent). Die Strategie von Vox werde auch weiterhin darin bestehen, kein Mainstream-Fernsehen zu machen. "Wir gehen eigene Wege – oft mutig, manchmal auch ein kleines bisschen übermütig". Sendungen, wie "Das perfekte Dinner" würden diese Strategie bestätigen. Im übrigen sei es nicht schlimm, wenn eine Idee mal nicht klappt. "Schlimmer ist doch, wenn man gar keine Ideen mehr hat", so Hoffmann gegenüber dem Medienblog.

Vox setzt Gegensatz zur Konkurrenz im Nachmittagsprogramm nicht auf Dokusoaps und amerikanische Serien sondern Formate, wie "Promi-Kochduell", "Prominent!" und "Frauenzimmer". Hoffmann begründet diese Entscheidung damit, dass Vox das Pech hatte, viele Serien verloren zu haben. Außerdem habe man einen erfolgreichen Übergang zu den Sendungen am Vorabend schaffen wollen.

Auch in Zukunft werde Vox Risiken bei der Programmplanung eingehen. Bei den gefloppten Sendungen wie "Power of 10" oder "Frauenzimmer" hätte man im Falle eines Erfolges viel gewonnen. Ohnehin sei die Quote nicht das Wichtigste. "Zuschauermarktanteile geraten oft zum Schönheitswettbewerb. Mindestens genauso wichtig sind die wirtschaftlichen Ziele und die haben wir trotz Werbekrise mit Vox erreicht – ohne Abstriche in der Programmqualität machen zu müssen".
 
 
 
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Kommentare
 
#1 von Solaris5 >> 25.11. 2009 >> 12:55
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Mich hat er damit schon an den beiden letzten Samstagabenden gewonnen. Doku über die Nazi (endlich mal kein Mist über Hitlers Hunde, Weiber, Goldhamster ala Knop)und über Özi bzw. Enstehung des Menschens. Weiter so.

Hebt sich wohltuend von den anderen Gedöns-Sendungen ab.
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#2 von schietbüddel >> 25.11. 2009 >> 13:09
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Vielleicht kann man ja sogar die ein oder andere Kochsendung einpflegen...
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#3 von stargazer01 >> 25.11. 2009 >> 14:55
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Vox ist mal mit dem Anspruch angetreten, dass man zum Fernsehen jetzt "einen neuen Körperteil braucht, nämlich seinen Kopf". Davon sind sie zwar (zum Glück) etwas abgerückt, sie haben aber bisweilen ganz gute Sachen im Programm. Sie bieten für mich jedenfalls immer wieder mal Gelegenheit, reinzuschalten. Aber Mainstream ist es trotz allem immer noch.
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#4 von NFS >> 25.11. 2009 >> 15:22
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Von wann bis wann reicht denn nach deren Vorstellungen der Abend?
Müssen ja mehr als fünf Stunden sein, denn Werbung gibt es doch sicher auch noch!
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#5 von 81westley >> 25.11. 2009 >> 15:28
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Lustig: Vox hat "Frauenzimmer" gerade aus dem Programm gekippt, nur der Chef weiss noch nix davon und preist die Sendung als innovatives Nachmittagsprogramm...
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#6 von Quavine >> 25.11. 2009 >> 16:53
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Vox hat dieses Jahr nach 6 neuen Folgen einer Serie eine monatelange "Sommerpause" gemacht, natürlich ohne Ankündigung, natürlich ohne irgendeine Information ob und wann es weitergeht. Weitergemacht hat man dann wieder von vorne als man Staffel 1 von Life nochmal durchgenudelt hatte.

Vox hat dieses Jahr einfach während der Ausstrahlung der 7. Staffel von Criminal Intent (damals die aktuelle) mal 2 Wochen lang 2 Folgen aus der 6. Staffel gezeigt. Wieso? Weiß keiner, freundliche Mailanfragen blieben unbeantwortet.

Vox hat die Ausstrahlung der 4. Staffel von Closer mittendrin beendet, mit noch 4 auszustrahlenden Folgen. Und macht nun mit der 5. Staffel an einem neuem Sendeplatz weiter, das die Serie einige durchgehende Elemente hat die am Ende der 4. Staffel sehr relevant sind? Egal.

Vox benimmt sich mittlerweile genauso wie die Mutter RTL oder Pro7, da hilft all das Geschleime vom Chef nichts. Für mich ist der Sender seit den Beispielen gestorben, dabei war Vox einer der wenigen Free-TV Sender auf denen ich Serien geguckt hab.
Nun man kriegt sie auch so, ohne Vox....erklären sie das ihren Werbekunden Herr Hoffmann.
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#7 von hopper >> 25.11. 2009 >> 16:58
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Hat man da die Nazis als Opfer der Geschichte dargestellt und Beweise zusammengetragen, die belegen, das es nie gewalttätige Nationalsozialisten gab, alle Pazifisten waren? Nazidokus der Muttergesellschaft, die über die Tochtersender verbreitet werden sind immer besonders "geschichtstreu".
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#8 von Solaris5 >> 25.11. 2009 >> 17:37
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Nee war eine Spiegel TV Reportage.
auf diesen Kommentar >> antworten
 
#9 von Kirk^ >> 25.11. 2009 >> 17:50
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
Naja, wenn es so viele Leute schauen, dass die Quote stimmt, ist es automatisch wieder Mainstream.
auf diesen Kommentar >> antworten
 
#10 von hopper >> 25.11. 2009 >> 18:03
AW: Vox-Chef Hoffmann will kein "Mainstreamfernsehen"
"Kein Mainstreamfernsehen" ist ein Euphemismus für, wie wollen Lizenzen sparen und senden stattdessen billigproduzierte Eigenproduktionen und senden nahezu kostenfreie Archivware der Anteilseigner.
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